Edition FEELING HOME

feeling home wasserspiele weboriginal Composing
produziert als 2+3 Diasec
echter 4c FotoAbzug, Fuji Crystal Fotopapier
hochwertiges Acrylglas
2 (mm Acrylglas) +3 (mm Alu-Dibond-Rückwand)
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TEAMPAINTING

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Ihre unvergessliche Veranstaltung!
Als Teambuilding-Aktion, Workshop oder als Incentive für Ihre private Veranstaltung oder Ihr Firmen-Event.
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Heike Krüger

 

feeling home.

 

Edition – original Composings aus Koblenzer und regionalen Motiven. Die artworks sind als 2+3 Diasec produziert, auf echtem 4c FotoAbzug, Fuji Crystal Fotopapier, hinter hochwertigem Acrylglas, 2 (mm Acrylglas) +3 (mm Alu-Dibond-Rückwand) mit Slimline-Einfassung.

Individuelle Motive wie auch Formate sind selbstverständlich möglich. Ebenso spezielle Wünsche, wie zum Beispiel die Integrierung Ihres Firmen-Logos oder auch Collagen aus Ihren eigenen Fotos. Die Komprimierung der original Bilddaten auf web-Niveau kann nur einen Eindruck vermitteln. Die Bilder sind sehr reich an Details, die nur im Original zur Wirkung kommen können.

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playground
EDITION FEELING HOME

100 Prozent Koblenz - 100 Prozent Lebensfreude.
In den Wassern der Stadt, gelegen am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, spiegelt sich die markante Silhouette der Kirchtürme. Ein Junge hat Spaß auf dem Wasserspielplatz am Koblenzer Deutschen Eck. Seine rein zufällig ähnliche Körperhaltung wie die des ‘Schängelche’ ist frappierend und läßt das Bild zu einer intimen Momentaufnahme dieser sympatischen Stadt werden. Mit einem Brunnen hat man dem Koblenzer Schängel und seinen Streichen ein Denkmal gesetzt, ebenso der Lebensfreude der Koblenzer Bürger. Diese spiegelt sich in dem leuchtend-warmen Gold des Bildes wider – so golden wie der Wein, der in den besonderen Lagen an Rhein und Mosel gedeiht. Getreu dem Refrain der Koblenzer Schängelche-Hymne: „E lustich Kowelenzer Schängelche ich sein, gedaaft met Rhein- on Musselwasser on met Wein, gesond an Herz, an Lewer on der Lung, on sein och meiner Modder ihrer allerbeste Jung! ist frappierend und läßt das Bild zu einer intimen Momentaufnahmedieser sympatischen Stadt werden. Format 180 cm B x 180 cm H

 

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Wasserspiele
EDITION FEELING HOME

Der Blick des Betrachters ist nach Süden gerichtet, auf das Deutsche Eck hin, das die beiden Flüsse Rhein und Mosel bei Koblenz vereint. Diese Verbindung wird in dem Denkmal ,Vater Rhein und Mutter Mosel‘ 1854 von dem Bildhauer Johann Hartung liebevolle dargestellt. Man findet das Skulpturenpaar am Kaiserin-Augusta-Ufer im Koblenzer Schlossgarten. Über der Stadt spielt ein Junge auf dem Wasserspielplatz am Deutschen Eck. Seine Körperhaltung erinnert an die des ‘Schängelche’ – und jeder in Koblenz Geborene darf diesen ,Ehrennamen‘ für sich in Anspruch nehmen. Sein Schatten spiegelt sich in den Fluten der Mosel und erinnert an den Ursprung von Koblenz an deren Ufer. An die Stadt schmiegen sich die Hügel des Hunsrücks
– am linken Bildrand erkennt man Seilbahn, Rheinbrücken und in der Ferne den Funkturm Kühkopf. Die markanten Kirchtürme leuchten in der Abendsonne. Dieses starke Motiv ist ein Farbklang aus Petrol-Moos und Ocker-Gold.

 

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Verbindungen I
EDITION FEELING HOME

Brücken haben eine starke Symbolkraft. Dieses Werk ist eine Komposition aus Brücken, die über die gesamte Bildbreite führen. Die Nutzung der Fluchtpunkt-Perspektive erzeugt eine Spannung, der Blick des Betrachters wird so über die Brücken hinweg in die Ferne gelenkt. Brücken: Balduinbrücke mit Europabrücke dahinter, Südbrücke mit Horchheimer Eisenbahnbrücke, Pfaffendorfer Brücke, Gülser Eisenbahnbrücke, Moseltalbrücke, Urmitzer Brücke und Raiffeisenbrücke Neuwied. Format 270 cm B x 120 cm H

 

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Silhouettes  I
EDITION FEELING HOME
Dieses Artwork ist eine Architektur-Collage von Koblenz. Der Blick führt über die Schulter des Fernmeldeturms Koblenz-Kühkopf Richtung Nord  –  hinunter in die Stadt. Der Bildaufbau ist ungewöhnlich, wird Koblenz doch häufiger Richtung Süden, mit dem Deutschen Eck im Vordergrund, gezeigt. Hervorgehoben sind die Silhouetten des Funkturms, der St. Josef-Kirche, dem Kurfürstlichen Schloss, von St. Peter & Paul in Pfaffendorf, der Liebfrauen- und Florinskirche, Herz-Hesu-Kirche, und dem Rathaus. Sie verschmelzen mit vielen anderen markanten Gebäuden der Stadt. Weitere wollen entdeckt werden. Über dem Kaiser-Denkmal streben die Kabinen der Seilbahn hinan zum Felsen – die Festung Ehrenbreitstein zeichnet sich schemenhaft  in das Bild. Dahinter verliert sich der suchende Blick rheinabwärts. Format 270 cm B x 120 cm H


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Im Paradies –Leben und Zeit

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Im Jahr 1911 gestaltete der Koblenzer Architekt Conrad Reich den Münzplatz neu. An der Nordseite errichtete er Gebäude, die großzügig mit Laubengängen angelegt waren. Weiterhin entstanden Häuser, wozu auch ein Torbau zählt. Von diesem führte eine neu angelegte Straße als Verbindungsstück vom Münzplatz durchs Paradies in die Burgstraße. Über dem Durchgang zum Münzplatz findet man an dem Torbau das Jugenstil-Secco des Koblenzer Malers William Straube. Zu lesen ist: „ Die Zeit, sie mäht so Rosen als Dornen. Aber das treibt imer von vornen. Leben und Zeit“. Die Silhouette von Koblenz scheint schemenhaft durch die Figuren. Format 200 cm B x 120 cm H

 

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Rheinlache

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Der Freizeitwert einer Stadt ist ein wichtiges Kriterium. Die Region Mittelrhein und speziell Koblenz als urbaner Raum nehmen hierin eine sehr hohe Position ein. Die Jahrhunderte alte Wertschätzung der Gartenkultur in Koblenz spiegelt sich in den von Kaiserin Augusta als Landschaftspark initiierten Rheinanlagen. Schon von ihrem Gartenkünstler Peter Joseph-Lenné als Grünanlage für die Naherhohlung der Bevölkerung erschaffen, sind die Kaiserin-August-Anlagen mit Rheinlache und den Freizeitanlagen Oberwerth beliebter Treffpunkt. „Eine Stadt, in der Gärten lebendig sind“ – unter diesem Motto steht die „Koblenzer Gartenkultur“, die als Marke aus der Bundesgartenschau 2011 heraus entstanden ist. Format 270 cm B x 120 cm H

 

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Willkommen
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Willkommen in Koblenz – das Transparent begrüßt die Besucher der Stadt auf ihrer Zufahrt über die B9 Richtung Europabrücke. Die Nacht stellt Koblenz in ein anderes Licht! Die Stimmung in dem Nächtlichen, Urbanen ist spannend. In dieser Athmosphäre entstehen neue Begegnungen und Möglichkeiten. Die Erwartungen der Besucher sind hoch, und deshalb vermarkten Städte heute ihre Nächte. Sie bieten ein pulsierendes, lebendiges und kreatives Nachtleben in einer ,sparkeling‘ Stimmung. Das Schöne an der Nacht in Koblenz ist jedoch noch immer ihre Intimität. Abseits saisonaler Touristenströme begegnet man immer wieder Bekannten an vertrauten Orten. Koblenz ist seine Nacht und umgekehrt. Die Collage animiert die Lage der Stadt am Fluss – Rhein oder Mosel – mit ihren Brücken, die wie Energieströme wirken. Die Lichter der Stadt spiegeln sich im Fluss. Format 270 cm B x 120 cm H

 

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Rot Weiss  I
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Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Koblenz ein Katholischer Gesellenverein ins Leben gerufen.
So starten seine Mitglieder, Handwerker aller Sparten, während der Fastnachtszeit Sitzungen und Bälle, die schon bald darauf niemand mehr in der Rhein-Mosel-Stadt missen will. Schon 1931 verfügt der Gesellenverein über ein eigenes stattliches Funkenkorps in den Stadtfarben Rot-Weiß.
1933 lösen die Nationalsozialisten nach und nach sämtliche Vereine auf oder "schalten sie gleich". Besonders der Katholische Gesellenverein ist ihnen ein Dorn im Auge, doch Kolpingsohn
Jupp Thunert gibt nicht auf! Er sinnt nach einem Ausweg, um seine geliebte Fastnacht zu erhalten und gründet 1936 als Tarnverein die Funken Rot-Weiß. Die Nationalsozialisten lassen sich täuschen und haben nichts gegen den neugegründeten Verein. Ihnen gefällt sogar der Untertitel, den sich diese neue Gesellschaft gibt: Verein zur Erhaltung rheinischen Brauchtums und rheinischer Geselligkeit. Nach dem Krieg dauert es nicht lange, bis die karnevalistischen Herzen wieder höher schlagen. 1946 sind die Funken die Ersten in Koblenz, die sich wieder närrisch geben. Format 270 cm B x 120 cm H

 

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Apollo
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Die lebenswerte Mosel mit Winninger Uhlen, gespiegelt wie die Flügel des Apollofalters, darüber trotzt die Niederburg Kobern. Am Moselufer tummeln sich Badende. Für den Apollofalter sind vor allem in den letzten rund hundert Jahren zahlreiche Standorte erloschen. Er kommt heute in Deutschland nurmehr an wenigen Orten vor, darunter im Blautal bei Blaubeuren und im Altmühltal. Etwas größere Bestände gibt es noch an der Mosel. Beinahe wäre der Apollofalter auch hier ausgerottet worden. Doch dank Initiaiven werden heute 80 Prozent aller Weinberge an der Untermosel zwischen Winningen und Burgenohne Insektizide bewirtschaftet und die Apollofalter haben sich um ein vielfaches vermehrt. In diesem Bild stellt der Apollofalter die Symbiose Mensch-Umwelt-Natur dar. Was gut ist für den Apollofalter, ist gut für den Menschen. Format 200 cm B x 120 cm H

 

 


 

 

it‘s people.

 

Mit „it’s people“ klagt Heike Krüger gegen die universelle Entwürdigung des Menschen im Hier und Heute.

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Mädchen mit Tiger | ashes to ashes
Sperrholzrelief | 180 cm  x 120  cm | Acryl , Linoldruckfarbe
13.10 .2013

Dieses Werk widmet Heike Krüger der Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai. Wie Malala kurz vor dem grausamen Atentat der Taliban könnte auch dieses Mädchen mit seinem Stofftiger unter dem Arm auf dem Schulweg sein. Sie schaut noch aufrecht und vielleicht ahnt auch sie, dass nur Bildung der Ausweg aus Versklavung, Zwangsverheiratung und am Ende auch Ermordung von indischen Frauen sein kann, weist der Bildtitel „ashes to ashes“ doch auf die heute noch praktizierte Witwenverbrennung hin. Indien und Pakistan zählen zu den gefährlichsten Ländern für Frauen weltweit.

Nackt, unschuldig und (noch) durch seine Körperhaltung ausdrückend: selbstbewusst, ungebrochen, neugierig, im Aufbruch, bewegt sie sich auf ihr Gegenüber zu.Ihr einziger Begleiter ist der Stofftiger, doch der starke, beschützende Tiger gehört selbst zu einer bedrohten Art.

Malala Yousafzai überzeugt so sehr, weil sie nichts und niemanden für ihre Sache instrumentalisiert. Ihre tiefe Gewissheit, dass Bildung wichtigste Grundlage und Wesensart von Humanität ist, formuliert sie in einfachsten Sätzen: „Millionen von Kindern warten auf unsere Hilfe. Diese Kinder wollen kein i-Phone und keine Playstation, sie wollen nur ein Buch und einen Stift.“

 

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Soylent Green 73 | Glyphosat 13
Sperrholzrelief  | 180 cm  x 120  cm | Acryl , Linoldruckfarbe
11.11.2013

Das Jahr 2022,  "Die überleben wollen“ oder „Soylent Green“ im Originaltitel war einer der ersten Öko-Thriller. Der Film von 1973 beschreibt ein New York im Jahr 2022, in dem 40 Millionen Menschen leben. Außerhalb der Stadt ist die Erde verwüstet und in der Stadt fehlt es an Luft, Wasser und Nahrung. Schon lange versorgt der Nahrungsmittelkonzern „Soylent“ (Soy = Soja, Lent = Linse) das Volk mit seinen synthetischen Produkten „Soylent Red“ und „Soylent Yellow“. Neu und deutlich schmackhafter und nahrhafter ist „Soylent Green“, bei dessen wöchentlicher Verteilung es regelmäßig zu Tumulten kommt. „Soylent Green is people“ – Soylent Grün ist Menschenfleisch, lautet die grausame Wahrheit am Ende des Films.

Es sind keine zehn Jahre mehr bis 2022 und es gibt bereits Megastädte mit 40 Millionen Einwohnern. Mit genmanipulierten Nahrungsmitteln und massivem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden wird versucht, so sagt man uns, der sich verschärfenden Lebensmittelverknappung entgegen zu wirken. Die Meere sind weitgehend leergefischt und in Aquakulturen ernähren sich Lachse und Garnelen von ihren eigenen medikamentenverseuchten Exkrementen.
Gentechnik oder Biogenetik erreicht aktuell einen besorgniserregenden Zustand. Was jahrzehntelang im Rahmen von wissenschaftlichen Aspekten betrachtet wurde, erfährt inzwischen eine globale Tragweite. Die Folgen, die uns unmittelbar bevorstehen oder längst Einzug gehalten haben, sind dramatisch. Es geht um Ethik, Politik, Gesundheit und vor allem um wirtschaftliche Interessen. Es ist nicht einmal übertrieben, zu behaupten es geht schlicht um die Weltherrschaft. Ein Name, Monsanto.

 

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Alla’s Wiegenlied 10/13 | Alla‘s Lullaby

Sperrholzrelief | 120 cm x 180 cm | Acryl, Linoldruckfarbe | 3.10. 2013

Die Gefahr, das Aussen, die bedrohlichen Untiefen (des Lebens). Die Wellen schaukeln das kleine Boot rhythmisch zu einem imaginären Wiegenlied...
Alla ist eine Region in Eritrea, in der es viele Gefangenenlager gibt. Eine Hölle für diejenigen, die oftmals alleine wegen ihres Glaubens oder ihrer politischen Meinung inhaftiert sind. Die Bedingungen dort sind menschenunwürdig. Gefangenen werden in Containern „gehalten“, gnadenloser Hitze am Tag und eisiger Kälte in der Nacht ausgesetzt, schreckliche Folter ist an der Tagesordnung. Eines der Lager heißt Alla.

10/13 Ten Thirteen Vor der Küste der Insel Lampedusa sank ein mit etwa 545 Flüchtlingen aus Somalia und Eritrea beladener 20 Meter langer Kutter, der aus der libyschen Hafenstadt Misrata kam.
Wie verzweifelt müssen Menschen sein, sich auf den mörderischen Weg über das Meer zu machen? Diese Arbeit nennt Heike Krüger nach dem eritreischen
Militärlager „Allas Wiegenlied“. Im winzigen Schlauchboot zeigt sie bewusst eine universelle Familie auf der Flucht, nicht von negrider oder sonst wie
zuzuordnender Herkunft. Es geht nicht um afrikanische oder sonstige Migranten, es geht nicht um vermeintlich potenzielle Kriminelle oder Faulenzer,
es geht immer nur um Menschen.

 

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GRRL | voices

Sperrholzrelief | 120 cm  x 180  cm | Acryl , Linoldruckfarbe, Goldlack | 10/2013

GRRL - auch Riot GRRL-Movement.
Mitglieder der Pussy-Riots sind auch FEMEN-Aktivistinnen

Empört haben sich die jungen Frauen von „Pussy Riot“. Mit ihrem Punk-Gebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale klagen sie den nach ihren Worten Diktator Putin und die Hörigkeit und Unterwürfigkeit des Patriarchen Kyrill an, der Putin im Wahlkampf unterstützte.  Am Schluss des Textes heißt es:

„Der Patriarch glaubt an Putin. Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben!
Kämpfe für das Recht, vergiss den Ritus. Beteilige dich an unserem Protest, Heilige Jungfrau!

In ihrem Schriftwechsel mit dem Philosophen Slavoj Žižek widerspricht Nadeschda Tolokonnikowa der ihr zugedachten Rolle als aufrechte Jeanne d’Arc im reißenden Strom des haltlosen männlichen Kapitalismus. Sie möchte nicht „Märtyrerin des kritischen Bewusstseins, sondern Nachfolgerin der Heiligen Narren, Wahnsinnigen und Kinder sein, die an das Wunder der Verwandlung glaubten“. Im Innersten sind wir alle auch Narren, und dieser Narr in uns weiß um die Freiheit seines Geistes, kennt seine eigene Ordnung. Der Narr stellt das Scheitern vor den Erfolg, setzt die Wahrheit vor das eigene Leben. Und er geht damit in die Öffentlichkeit.

Peter Hoffmann

 

 

no place to hide

 

 

Ausstellung 05. September bis 06. November 2015peter npth redactedquotes 01

 

 

Der Kölner Künstler und Grafiker Peter Hoffmann beschäftigt sich im Rahmen der Ausstellung »No Place to Hide« mit dem Thema Biometrie auf gesellschaftlicher und ästhetischer Ebene. Anhand von Zeichnungen, Skulpturen und typografischen Arbeiten erforscht er die Einflüsse, die diese Technologie und ihre Nutzung auf unsere Wahrnehmung haben. 

Noch ist das eigene Gesicht Privatsache! Ob das in Zukunft auch so bleibt, ist schon längst nicht mehr so sicher. Insbesondere der enorme Fortschritt auf dem Feld der Gesichtsanalyse und -erkennung entwickelt sich deutlich rasanter als unser Vorstellungsvermögen in Bezug auf die Auswirkungen.

Schon heute können wir uns nicht mehr im öffentlichen und virtuellen Raum bewegen ohne befürchten zu müssen, dass kommerzielle Unternehmen jede Bewegung verfolgen und uns mittels diverser Algorithmen identifizieren. Dabei wundert es niemanden, dass diese Informationen in Datenbanken gespeichert werden, zu denen Privatpersonen keinen Zugang erhalten. Wir können davon ausgehen, dass unsere individuelle Freiheit zugunsten einer weitreichenden Überwachung immer weiter beschnitten wird.

Die schwindende Kontrolle über unsere Privatsphäre – im Angesicht einer schon heute unüberschaubar komplexen Technologie und undurchdringlichen politischen Strukturen – sind das zentrale Thema von »No Place to Hide«. In der Galerie Krüger mit ihrer offenen Architektur und den von weithin einsehbaren, großen Fenstern findet die Ausstellung eine ideale räumliche Entsprechung.

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FURTHER

 

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siebdrucke collage

 

watercolor yvonne 

 

watercolor tudd

 

 

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Biography

Geboren am 12. August 1974

Kommunikationsdesigner, Illustrator, Dozent

1995 – 2001   Studium Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Trier

1999 – 2000   Studium Illustration am Savannah College of Art & Design, USA, als Stipendiat der
                       Fulbright-Gesellschaft

2000               Master of Arts, SCAD, USA bei Professor Richard Krepel.

2001               Diplom Kommunikationsdesign/Typografie an der Fachhochschule Trier.

Seit 2001        Freiberuflicher Zeichner und Designer

2004 – 2008   Dozent für Grafik-Design, Zeichnen und Schriftgestaltung an der Ecosign/ Akademie für Gestaltung, Köln

2010 – 2012   Dozent für Zeichnung und Layout an der Fachhochschule Trier

2014 – heute   Dozent für Zeichnung an der Fachhochschule Münster

 

Veröffentlichungen /// Yearbooks / Magazine

2000               VISIONS Magazin/Deutschland

2000               Fast Company Magazine/USA

2002               Red Dot Design Award Yearbook »Best of Communication Design«

2002               IndieFonts Yearbook/P-Type Publications/USA

2002               Spatium Magazin Online/Deutschland

2003               Index Schrift/mitp-bhv-Verlag/Deutschland

2003               NOVUM Magazin/Deutschland

2003               Freistil Yearbook/Herrmann Schmidt Verlag/Deutschland

2004               Macup Magazin/Deutschland

2004               Furious Clarity Magazin/Deutschland

2005               XFuns Magazine/Taiwan

2006               Illustration Mondo Online Magazine/Brasilien

2006               Beast Magazin/Deutschland

2007               Pandora Magazin/Deutschland

2009               Desktop Creative Magazine/Australien

2009               Illusive 3 Yearbook/Gestalten Verlag/Deutschland

2009               Typocalypse Magazin/Deutschland

2009               Wald | Schwarz Magazin/Deutschland

2010               Creative Crossing Magazine/USA

2011               TOP Magazine/Brasilien

2013               Design Elements: A Graphic Style Manual/Rockport Publishers/USA

Seit 2001        CD-Gestaltungen, Illustrationen und visuelle Betreuung für über 30 Musiker und Bands, unter anderem der Jazz Bigband Graz,
                       dem Jazz-Schlagzeuger Gregor Hilbe, dem Obertonsänger Christian Zehnder,

                       dem Sinti-Swing-Gitarristen Lulo Reinhardt, den Rockbands Caliban und Heaven Shall Burn.

2003               Zusammen mit Felix Braden – Organisation und Gestaltung des Schriftprojektes »Babelfish« mit der Teilnahme über 30 Schriftgestaltern.          
                       Präsentation im Magazin PAGE/Deutschland.

Seit 2002        Verlag von diversen Schriftgestaltungen (Alphabetgestaltungen) bei den Schriftlabels Fountain/Schweden und Floodfonts/Deutschland.

2009 – 2012   Mitglied der Künstler-/Illustratorengruppe »Poste Aerienne«. mit einem jährlichen Stand auf der Frankfurter Buchmesse.
                       Es entstehen mehrere Künstlerbücher, Editionen, Siebdruckarbeiten und ein begleitender Blog.

 

Ausstellungen

1998 – 2003    Mehrere Ausstellungen mit der Kuünstlergruppe Buntfug im Raum Koblenz.

2000                Pinnacle Gallery, Savannah, USA

2000                Thesis-Ausstellung in der Galerie Poetter Hall, Savannah, USA.

2012                Teilnahme an der Illu12 – Festival für Illustration in Köln mit Zeichnungen und einem Vortrag zum Thema Skizzenbücher.
                        Bis dato das grööte Illustratorenfestival Deutschlands.

2013                Teilnahme am WDR Literaturmarathon – Ausstellung und Lifezeichnung

2014                • Mitorganisation der Illu14/Köln, siehe oben
                        • Teilnahme an der Jahresausstellung der AKK, HWK Köln
                        • Staatsgalerie Delirien · Köln
                        • Galerie MaJourie · Köln

 

Stipendien /// Auszeichnungen

1999                Vollstipendium der Fulbright-Gesellschaft für einen einjährigen Aufenthalt am Savannah College of Art and Design/USA

1999                President’s Fellowship, SCAD, USA

2000                Honorable Mention und ständige Austellung von Arbeiten im Mighty Eigth Air Force Museum, Savannah, USA

2002                Red Dot Award »Best of Communication Design«

2008                Eyes and Ears Award (Kategorie TV/Film/Media-Design): Corporate Design für WDR-Funkhaus Europa, realisiert für FEEDMEE/Köln.13                    
                        Design Elements: A Graphic Style Manual/Rockport Publishers/USA

Nina Maron

 

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Freeasabumblebee Nina Maron kopieFree as a bumblebee | Öl auf Leinwand | 2014

 

 

FREE AS A BUMBLEBEE?


Nina Maron | 22. Januar - 25. März 2015 | more about the artist www.maron.cc

 

geboren am 20.2.1973 in Mödling, Östereich
Lebt und arbeitet in Wien
1992-93 Ausbildung als Typographikerin
1993 Sommerakademie bei Professor Hollemann
1993 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Adolf Frohner
1998 Meisterschüler bei Prof. Frohner und Diplom
seit 1993 freischaffend

 

Nina Maron gibt sich nicht mit schnellen Blicken und dekorativ auf die Leinwand geworfenen Eindrücken zufrieden, wenn sie sich mit einem Thema beschäftigt, dann tut sie das gründlich. Eine intensive Auseinandersetzung fordert sie auch von den RezipientInnen ihrer Bilder, die tatsächlich über bloßes Betrachten hinausgehen müssen, denn ohne das Konzept, die Geschichte geht es bei Maron nun mal nicht.
Es gibt auch keine Chance auszuweichen, den Blick vielleicht auf ein Bild zu heften, das dem/r jeweiligen vielleicht grade besser in den persönlichen Kram passt. Stattdessen können die AusstellungsbesucherInnen ob der Serialität des Gezeigten gar nicht anders, als sich mit dem betreffenden Thema auseinanderzusetzen. 60 bis 70 Bilder malte die 1973 geborene Maron zu Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit, mittlerweile sind es immer noch 20 bis 25 pro Serie. Dahinter steckt auch ein Verweis auf jenen Diskurs-Aspekt, den die Pop-Art provokant zur Diskussion stellte, um Jahre später selbst dort zu landen, wogegen man anrannte – dem Originalitätsbegriff.
Maron ist den nötigen Schritt konsequent weiter gegangen und verweist auf die Diskrepanz von geniekultigem Elitarismus und serieller Produktion und macht im selben Pinselstrich deutlich, dass diese die Individualität keineswegs ausschließt, sondern signalisiert vielmehr die Sichtbarmachung der dahinterstehenden Entwicklung inklusive ihrer gesellschaftspolitischen, kunstbetrieblichen und sozialen Faktoren. Dabei verweist auch sie ironisch auf medienbildliche Einflussnahme, erhebt diese ganz pop-artig ins Künstlerische und legt doch und gerade dadurch den dahinterstehenden Prozess offen. Nina Maron verwehrt sich gegen jede Form von Eindimensionalität und Bruchlosigkeiten, mit beinah soziologischer Akribie decouvriert sie gesellschaftliche Prozesse der Entstehung, Verfestigung und Fortschreibung (bewusst wie unbewusst), sowie das gegenseitige Einander Bedingen von Zuschreibungen, Klischees, Vorurteilen oder Tabus – und verweist weiter auf die ihnen zugrunde liegenden Strukturen, Systematiken.

 

.Born in the USA Nina Maron

Born in the U.S.A | Öl auf Leinwand | 2014

Porträts & Präsenzen

Wie diese den, vor allem die Einzelne(n) prägen, bestimmen, aber eben auch vergewaltigen oder allein lassen, davon handeln Marons Porträt-Arbeiten ebenso, wie sie intensiv und aufschlussreich die Wechselwirkungen von Individuum und Gesellschaft darstellen. „Das Thema der Nina Maron ist ein radikal menschliches: die Entstellung, die Verstellung, ja, die Vernichtung des weiblichen Menschen durch Äußerlichkeit, durch Dekor, “ so Peter Turrini über die Künstlerin. Porträts? Ja, Maron setzt Menschen, vor allem Frauen, wiederum vor allem Gesichter großformatig ins Bild. Und arbeitet mit jenen Vorlagen, die die mediale, schubladenfixierte Hochglanz(a)bo/r/(n)niertheit so liefert – oder eben nicht.

Frontpagestory2 Nina Maron

Nina Marons Porträts spiegeln diese Ambivalenz in Technik und Farbgebung wieder, reduzierte, flächige, aber nichts desto trotz präzise Formensprache, kontrastive Farbwahl und auf Geometrie verweisende, dieser jedoch offen_sichtlich zuwiderhandelnde Bildkompositionen sind charakteristische Merkmale ihrer Arbeiten. Immer wieder sind es Balken und Streifen, die sich durch die Bilder ziehen und darüber legen, Gesichter teilen, manchmal zerschneiden, dann wieder gerade dadurch erkennbar werden lassen. Bruchlinien, innere wie äußere, die Persönlichkeiten aber auch die Gesellschaften prägen, die sie auslösen und auf die diese letztlich wieder zurückwirken.

Marons Arbeiten sind ausdauernd und ungeduldig gleichzeitig, seit langem bestehende Erkenntnisse sollen und wollen endlich Gehör finden, die Wucht ihrer Werke fordert das Hinschauen und Sehen mit Vehemenz ein, lässt, trotz allen spielerischen Elementen, Ignoranz nicht mehr zu. „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“ („On ne naît pas femme, on le devient“.), so Simone de Beauvoir in ihrem Opus Magnum Das andere Geschlecht. Gerade dieses Gemacht-werden und -sein wird in Marons Bildersprache überdeutlich, diesbezügliche Fiktion, Illusion, „Natürlichkeit“ im Sinne von Unhinterfragbarkeit verweigert sie kategorisch, stattdessen setzt sie auf die Dekonstruktion derartiger Vorurteile und ihrer trügerischen Sicherheiten.

 

 

Same pink every day Nina Maron

Same pink every day | Öl auf Leinwand | 100 x 50 xm | 2014

Daisy, Lucy, Minnie und Pink Panther

Comic-Motive bilden einen weiteren Fixpunkt im Maron’schen Bilderuniversum. Doch ganz so lieb und nett geht es entgegen dem ersten Eindruck auch hier nicht zu. „Zuschreibungen und Klischees werden bereits den Kindern eingeimpft – oder warum ist immer Mickey der gescheite Detektiv, während Minnie Maus ausschließlich mit ihrer Schönheit beschäftigt ist?“, ärgert sich die Künstlerin und setzt nach „Dabei war das in den ersten dieser Zeichnungen gar nicht so, da waren auch die Figuren selbst noch viel kindlicher, hatten ganz andere Funktionen.“ Dort setzt sie an – einerseits, und zeigt andererseits die sehr erwachsene Einflussnahme, witzig-ironische Daisy Dominas mit Peitschen oder Pistolen gehören zum Repertoire, ebenso wie Lucky Luke mit Lippenstift, transsexuelle Mäuse oder Mice Supersize. Aber auch Pink Panthers mit kaputten Nasen, roten Lippen Lockenwicklern und Staubsauger in der Hand bevölkern das Maroniversum.

Es gibt eben mehr als nur ein Bild!“ Über die Bekanntheit der Sujets erzielt sie jene Aufmerksamkeit, die es braucht, um verknöcherte Zugänge hinterfragen und Stereotypen subversiv unterlaufen zu können. Klar regt sich da des öfteren Widerstand, weil das hübsche, bunte Maron-Bild plötzlich einen so vehementen „Störfaktor“ beinhaltet. Fragt sich, worin dieser dann eigentlich besteht…

 

 

Existtoresist Nina Maron

Existtoresist | Öl auf Leinwand | 90 x 60 cm | 2014

 Widerstand sinnvoll

>>Mir war, als flög ich in den Himmel.(aus Theodor Fontanes ,Effie Briest‘)
Die Schaukel, das Symbol einer unbeschwerten Kindheit, von kindlicher Lebenslust, ein paar Sekunden fliegen im Glück und Übermut. Die Mehrheit der Frauen weltweit haben dieses Glücksgefühl völliger Losgelöstheit und Selbstbestimmtheite als Erwachsene vergessen müssen oder schon als Kind nie erfahren. Sich die Schwinge der Freiheit zu bewahren, müssen viele Frauen ein Leben lang verteidigen.<< Heike Krüger

 

 

I cant shoot him anymore Nina Maron

I can‘t shoot him anymore | Öl auf Leinwand | 50 x 40 cm | 2014

 Von TitelGebung und Schablonenrissen

Überhaupt sind die Benennungen der Serien entscheidende Bestandteile der jeweiligen Werke, oft zitiert sie Song- oder Filmtitel, eröffnet auch damit einen bekannten Raum, den ihre Darstellungen dann nicht selten gleichzeitig überzeichnen und unterlaufen.

So auch in More Me Less We, wo sich die Message überhaupt erst durch den Titel erschließt. Zu sehen sind Reminiszenzen an klassische Kuss-Szenen, sowohl filmische als auch auf der Leinwand (Klimt lässt grüßen). Die Konturen der Gesichter strukturieren das jeweilige Bild, die dieses auch gänzlich ausfüllen, da bleibt kein Raum mehr frei im quadratischen Rahmen, nur die Hand der Frau klammert sich, ganz zentral im Bild, an die Schulter ihres männlichen Gegenübers. Der Titel der Serie, in der lediglich Farbgebung und Nuancen in der figuralen Positionierung variieren, zusehends flächiger werden, einheitlicher als ohnehin schon reduziert, ist ein Ausbruch, die nachdrücklich-intensiver Aufforderung nach Freiraum und einem Ende des Mythos von totaler Zweisamkeit, die in wechselseitiger Umklammerung meist zu beider, aber letztlich immer zu lasten der Frau (aus)geht. Maron rennt provokant und unverblümt gegen eine der wohl am weitesten verbreitet und beschworenen gesellschaftlichen Normen an, die quer durch alle Medien als Glücksversprechen verkauft und uns von Kindesbeinen an eingetrichtert werden: jenes von der Liebe in form gänzlicher Hin- und Aufgabe, Selbstdefinition durch Fremddefinition (siehe: gemacht-werden…) vollständige Erfüllung, Lebenszweck (StichWort Natürlichkeit) im Kompromiss der Zweisamkeit, und gleichzeitig Rechtfertigung für die Hexenjagd, die gleich als Warnung für möglichen Widerspruch ausgetragen wird, auf all jene, die sich weigern, sich dieser Konvention zu unterwerfen. Klar, ist diese Widersetzung doch eine Weigerung, die dem Profitsystem Paarbindung einen Keil in die Flanken treibt, Kontrolle verweigert, Ressourcen freischaufelt, die Handlungsraum bieten, auf jeden Fall aber einem der grundlegendsten Konstrukten unserer Gesellschaft zuwider läuft und – dessen vermeintliche Naturgegebenheit negieren.

Bloody Friday Nina Maron

Bloody Friday | Öl auf Leinwand | 100 x 70 cm | 2014

In Bloody Friday stellt sie – und zwar unausweichlich erkennbar und uncodiert – die immer noch herrschende Dichotomie von Phantasie und Anspruch ans weibliche Rollenerfüllungsklischee gegenüber: Heilige und Hure, übersetzt Hausfrau und Diva, das das Frauenbild – im wörtlichen Sinn – seit ältester Zeit prägt und immer wieder neu aufgelegt wird. Im Kinderspiel, das das Erstarren auf Zuruf beinhaltet, manifestiert sich der Zusammenhang in perfider Perfektion. Die Folge spiegelt sich – unter anderem – im Serientitel, wo landet Frau mit der Erfüllung immer und immer noch? Maron spielt mit plakativ-psychologischen Elementen und nimmt sie ernst. Traut sich, im Bild an- und auszusprechen, was in vier Wänden und öffentlichen Räumen noch immer vorhandene Entscheidungsgrundlage ist, weist aber auch auf die Bereitschaft zur Erfüllung derselben hin.

Text: Evelyn Schalk | leicht gelürzte Version, vollständig über Nina Maron erhältlich | Einig Passagen ergänzt von Heike Krüger s. Zitat im Text

 

Einzelausstellung

 

2014
see that girl, Raab Galerie Berlin
wild time, JRGallery Berlin gemeinsam mit Viktoria Martini und Astrid Köhler

2012
Januar, Red Shirt, Raab Galerie Berlin
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie Berlin

2011
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie Berlin

2010
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie Berlin
Blaustrumpf, Raab Galerie Berlin
Privat Cooking, Galerie Lange Wien

2009
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie Berlin
MoreMe – LessWe, Raab Galerie Berlin; Zimmer Küche Kabinett Galerie Lange Wien

2008
Your Smile, Raab Galerie Berlin
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie Berlin - Einzelausstellung

2007
DIE Zofen, Galerie Lang Wien; We can do it, Stockwerk, St. Pölten
Kunstmesse Karlsruhe mit Raab Galerie, Berlin; Kunst.Bildet.Wissen, Hamburg

2006
Who cares about money?, Galerie Raab, Berlin

2005
Girls Dont Cry, Galerie Lang, Wien

2004
Pinups and Mice, Galerie 12, Innsbruck
Rebellinnen, Rathausgalerie“Linz, Rebellinnen, Rennerinstitut, Innsbruck
Rebellinnen, Ega Frauenzentrum, Wien
Druck-Edition Who’s Afraid of the Pink Panther, Galerie Exner

2003
Druck-Edition in Kooperation Kurt Zein, Werkstatt für handgedruckte Originalgrafik
Sold Out, Festival des politischen Liedes, Weissenbach am Attersee

2002
Das Gesetz der Serie, Galerie Lang, Wien
Rebellinnen” Festival des politischen Liedes, Weissenbach am Attersee

2001
Rebellinnen, Galerie Lang, Wien
Mickey’s Mouse und andere Rebellinnen, Philips-Galerie, Wien

2000 Objects of the art, Galerie Lang, Wien

1999 Life as a rebellion, Galerie Unart, Villach

1998 Care Free, Galerie Lang

1997 Mickey’s Mouse; Kultursemester Harrach, Graz

1996 Underwear, Galerie Lang

1995 Sardinen in Öl, Galerie Niedermayr, Wien

 

Ausstellungsbeteiligungen

2013
Farbenkreis, (GA), Raab Galerie Berlin
Film . Werbung . Märchen (GA), Eröffnungsausstellung der JR Gallery Berlin

2012
Der Traum vom Fliegen, Raab Galerie Berlin
Küchenbilder, Raab Galerie Berlin

2011
Der Nachmittag überquert den Flur – Bettgeschichten, Raab Galerie Berlin
WALD, Raab Galerie Berlin

2009 - second life -, Botschaft der Republik Österreich in Berlin

2008 City in the summer, Raab Galerie Berlin

2007

Int. Kunst Biennale Sofia; Liebe - Sandleitenhof, Wien,
Die Schönheit des Konsums, Brick5, Wien

 

2006
Neuigkeiten, Galerie Unart, Villac; Frauen im Widerstand, Parlament
Tischgesellschaften, Galerie Raab, Berlin

2005
Ikonen und Heldinnen (mit Martha Novy), Galerie Fichtegasse1, Wien
Art fair, Köln mit Raab Galerie Berlin; Up-Date, Künstlerhaus, Wien

2004
Sommersalon, Galerie Raab, Berlin; Art fair Köln mit Raab Galerie, Berlin
Weihnachtskunstdiskont, IG Bildende Kunst, Wien; Hallo Rubens, Galerie Lang Wien
Queen of Bandits, Festival des politischen Liedes, Weissenbach am Attersee
Von Jetzt, Galerie Lang Wien

2003
Frauenstimmen, Galerie Unart, Villach; economy and ecstasy, Raab Galerie, Berlin
Starke Frauen, Galerie Unart, Villach; “Collaboration.art”, Basis Wien, Wien
“Rebellinnen im Widerstand”, Internationaler feministischer Kongress, Universität Graz
“17 Jahre Adolf Frohner”, Wr. Neustadt
“Almanach zur jungen Kunst in Wien”, Art-Position 2003, Wien
“Pink Gun”, Galerie Unart, Villach (gemeinsam mit Bodgan Pascu)
“Rebellinnen”, Universität Linz ; “Bitch Witch Wedding”, Zeiselmauer
“Female Killers”, Art-Club, Wien

2002
“Lucky Lipstick, Art-Club, Wien; “Mensch”, St. Pölten
Rollettmuseum, Baden; Kunsthalle Szombathely, Ungarn
Wanderausstellung, Versteigerung von 2 Arbeiten zu Gunsten “Der Treppe”, Burgenland
“Neue Ansichten”, Grafikmappe, Galerie Unart, Villach (mit Gernot Fischer, Bogdan Pascu, Walter Strobl)
2001 IG Kunst Galerie, ”Tipp X”, (mit Martha Novy)
”Wallpaper - Kids on Canvas”, Galerie Mourratti
2000 Badner Kunstverein, Galerie im Beethovenhaus, Baden
“Miniaturen”, Expo 2000, Hannover; “Soho in Ottakring”, Wien
1999 “m2”, Badner Kunstverein, Galerie im Beethovenhaus, Baden
“Weihnachtsausstellung”, Badner Kunstverein, Galerie im Beethovenhaus, Baden
“233 Meter über dem Meer”, Bozen
“Who the fuck is Alice?”, “Soho in Ottakring”, Wien

1998 Diplomausstellung, Hochschule für angewandte Kunst, Wien

1997 “Schöner Wohnen” (mit Götz Bury, Martin Praska), Galerie Lang, Wien
“Sitting on the household”, Galerie im Beethovenhaus, Baden (mit Martha Novy)
"Aktion, Reaktion, Interpretation”, Galerie I&AC, Graz (mit Lisa Kunit)
“Skizzen zu Österreich”, Kunst im öffentlichen Raum, 7. Bezirk, Wien

1995 “Das Bild der Zeit/ung”, Galerie Station 3, Wien

1994 “Kunst und Politik”, Parlament, Wien

 

"Und wenn morgen der jüngste Tag wäre, würde ich mein Bild malen. Es gärt schon seit Jahren, meine Erkenntnis durch radikale Arbeit zu manifestieren. Einiges ist schon an der Oberfläche. Ich werde nicht zu alt werden, um den großen Rest zu produzieren." Jiři Keuthen *8. Februar 1951 †26. Juni 2007.


 

KATALOGE VON KRÜGER Corporate Art
"Bilder_1" | "Bilder_2" | "ROBOT – Zeichnungen und Unikat-Drucke" | "In Dubio" | "Pilgerkirche Schönstatt-Vallendar“ | "Biografie"


VIDEO DER AUSSTELLUNG
© WWW.TEUTONIKA.DE

 

 

NACHLASS- UND ARCHIVVERWALTUNG
Dipl.-Komm.-Des. Heike Krüger im Auftrag der Familie Bauhaus-Keuthen, Neustadt | Schleswig-Holstein



Jiři Keuthen hat eine klassische Botschaft – Humanitas.


Schon früh startet der Maler und Bildhauer Jiři Keuthen als bekennender Autodidakt seine künstlerische Karriere.
1951 wird er in Goch am Niederrhein geboren. Nach seinen Ausbildungen zum Industriekaufmann und Krankenpfleger in der Psychiatrie befasst er sich ab Beginn der 70iger Jahre ausschließlich mit Malerei und Bildhauerei und besucht die Werkkunstschule in Krefeld. Er gründet in den darauf folgenden Jahren Ateliers in New York, Köln und Krefeld, erhält mehrere Stipendien von Kultusministerien und zieht 1989 mit seiner Frau und seiner ersten von drei Töchtern in sein Atelierhaus in Koblenz. Bis dato lassen sich schon zahlreiche Ausstellung nennen, in Museen und Galerien in Köln, Kleve, Krefeld, Düsseldorf, Bonn und Frankfurt.
 
Jiri-Keuthen Cest-moiVon 1989 bis 1997 lebt der Künstler mit seiner Familie in der Künstler­kolonie Asterstein in Koblenz. In diesen Jahren entstehen hier am Rhein viele großartige Werke. Es reiht sich eine erfolgreiche Ausstellung an die nächste. Europaweit werden mittlerweile seine Arbeiten gezeigt. Erste Musikperformances entstehen. Jiři Keuthen schreibt (neben zahlreichen Texten), sein erstes Manifest.
1997 folgt der Umzug der Familie Keuthen nach Macken, einer kleinen Gemeinde im Hunsrück oberhalb der Mosel gelegen, wo Jiri Keuthen seinen Traum von Wohnen und von seinem Atelier verwirklicht. Von 2002 bis zu seinem Tod 2007 lebt Jiři Keuthen in Neustadt/ Schleswig-Hostein. Hier macht Jiři, was er immer macht – er arbeitet und arbeitet. Auch als Kunsttherapeut der örtlichen Ameos Klinik für Psychiatrie und Psycho­therapie. Jiři realisiert ein Aus­stellungs­projekt nach dem anderen, für Allrounder wie er schon lange mehr als nur eine Werkpräsen­tation. Er gestaltet seine Ausstellungen als multimediale Performances und arbeitet dabei immer mit Künstlerfreunden zusammen.
2006 wird er wird von Professor Georg Baselitz, Björn Engholm und Franz-Joseph van der Grinten für den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein vorgeschlagen. Seine letzte Ausstellung „Get an Angel – ein Engel für Dich“ in Berlin wird im April 2007 eröffnet. Wenige Wochen später findet Barbara ihren Mann tot im seinem Atelier. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder – und ein umfangreiches und bedeutendes Werk deutscher Gegenwarts-Kunst. „Wenn ich es schaffe, mein letztes Hemd zu geben, habe ich es geschafft,“ schreibt Jiři auf eines seiner Bilder in der für ihn charakteristischen Spiegelschrift. Und er hat es geschafft. Denn sein Lebenswerk steht für Solidarität, Brüderlichkeit, Liebe, Anteil­nahme und Mitempfinden. Jiři hat Werke von überwältigender Einfachheit und Klarheit geschaffen, die stark genug sind, um alleine zu bestehen.

Jiri-Keuthen Cultura---Jeder-Mensch-ist-wertvoll"Vor allem ist Jiři Keuthen Maler."
Franz Joseph van der Grinten anlässlich der Ausstellung Forme, Male, Schweige | Werke aus 20 Jahren (1. Retrospektive, Stiftung Museum Schloss Moyland, 2000:

„–...aber was auch immer er in die Sichtbarkeit eines Bildes umsetzen will, vor allem ereignet sich Atmosphäre, vor allem sind es die Valeurs, in die sich die Botschaft umsetzt, vor allem ist das, was zu Erscheinung kommt, ein Ereignis aus dem Zusammenklang von Farben. Und wenn aus seinem Bemühen, Botschaft, die gemeinte, nicht die, die jedes Bild an sich ist, zu verdeutlichen, Schwarz und Weiß aber als wesentliche Garanten der Deutlichkeit in die Bilder eingebracht werden, so markieren sie nicht nur die Extreme von Hell und Dunkel, sondern erfahren selbst die rätselhaften Modifikationen der Nuancierung. Zugleich ist es so, dass sie die anderen Farben, die mehr sinnlichen Träger der Botschaft, nicht etwa nivillieren, im Gegenteil, sie heben sie, sie bestätigen sie, sie beugen sich ihrer Kraft. Da nun freilich beweist sich der Maler. Der Duktus, mit dem er das, was er sichtbar machen will, vorträgt, ist ein freier, letztlich im Sinne von Albrecht Fabris, abstrakt: kraftstrotzend, aber zugleich brüchig, fest, aber zugleich transparent, hart, aber zugleich gefühlig. Das gilt für den Pinselstrich in der Fläche ebenso wie für die Schnittspur in der Platte, die eine Druckvorlage werden könnte, aber doch ein Malgrund wird, und für die reliefartigen Verkörperlichungen der Bildgegenstände, die dann doch vor allem nur die Unwägbarkeiten von Licht und Schatten ins Programm der Farbabwandlung einbringen. Jiri Keuthens Bilder neigen zur Schwere, selbst in ihrem materialen Gewicht. Sie sind lieber groß als klein, nie zierlich, selbst seine Zeichnungen möchten eher lapidar sein. Alles ist Schwer aber auch im Sinne von Schwerblütigkeit, der des Künstlers selbst, einer gewichtigen Person, einer zur Einfachheit neigenden Persönlichkeit, die aber, wie es bei solchen Konstitutionen in den besten Fällen das Geschenk der Fee sein mag, sensibel, empfindsam, empfindlich, verletzbar. ..Spreu ist windleicht, seine Dinge haben Gewicht. Wo das Wollen sich in den Vordergrund drängen könnte, wird es durch das Können reguliert. Vom Können leitet sich das so schwer fassbare Wort Kunst ab. Kunst ist das, was Jiri Keuthen macht, wenn er das, was er will, unter der Voraussetzung dassen stellt, was er kann. Vor allem ist Jiři Keuthen Maler.

Jiri-Keuthen Robert-Amos-Pegasus"Viele seiner Arbeiten sind stark genug, um alleine zu bestehen."
Robert Amos, Maler, anlässlich der Ausstellung Forme, Male, Schweige | Werke aus 20 Jahren (1. Retrospektive, Stiftung Museum Schloss Moyland, 2000:

„–...Sich in die Augen zu blicken ist eine Sache. Sich ins Hirn gucken zu lassen eine andere.
Manchmal lernen sich Künstler kennen.Wir stehen in der Nachmittagsonne, Jiri gestikuliert, erklärt, beschreibt Vergangenheit und Zukunft und verteilt sie lautlachend in der Gegenwart. Erschreckend nahtlos verfällt er in Werbeslogangeschrei und ist für kurze Augenblicke eins und so authentisch wie seine Malerei. Er duelliert sich regelrecht. Künstlich erzeugte Marketingromantik gegen wahrhaftige Gefühle? Er rezitiert die glatten Slogans wie moderne Prosa. Entertainment mit der Absicht, den Betrug durch Betonung und Ergänzung zu entlarven. Marlowe lässt grüßen.
Nun folgen Verknüpfungen, und die sind mannigfaltig. Phonetisch, farblich, stofflich, vulgär und erotisch, charackteristisch, kindlich, strategisch und am Ende immer politisch.
Der alltägliche Wahnsinn, den wir hochmütig verharmlosen, um ihn ertragen zu können, bekommt Konturen, von Humor keine Spur. Der einsame Kampf meines Freundes Jiri hin zu seiner Arbeit. Ich meine den Weg hin zur Leinwand, die Kompliziertheit dieses Prozesses – bis er weiß, wohin und wie weit er in diesem Augenblick tatsächlich gehen kann. Den Punkt der Begegnung, den er immer wieder suchen muß, den man nich überspringen oder auslassen kann. Die Angst und der Zwang danach, das Gesprochene in Malerei verlängern zu müssen. Nicht schnell genug ins Atelier zu kommen. Zu spüren, dass man eigentlich keine Zeit hat, und fest daran zu glauben, man könne die Fäden zumindest diesmal in der Hand behalten. Und weil die von der anderen Seite immer alle Instrumente einsetzen, um geheim zu verführen, bedient er sich seit langem auch ihrer Mittel, ohne einen Augenblick daran zu denken, er könne dabei so werden wie sie.
Beherrscht von dem Willen, etwas zu erarbeiten, das so eigenständig ist, dass es ihn, Jiři, nicht mehr braucht, um zu existieren. Und viele seiner Arbeiten sind stark genug, um alleine zu bestehen. –...“


Jiri-Keuthen Brot-und-HaifischePater Georg Maria Roers SJ, Künstlerseelsorger Erzdiözese München und Freising, beschreibt seinen Freund Jiri Keuthen in seinen Texten:
„...Wie der Sachsenspiegel das bedeutenste Rechtsbuch des Mittelalters war – in bestimmten Teilen Deutschlands noch bis 1900 in Kraft – so regelt
für das jüdische Volk die Thora, für die Christen die Bibel das gemeinsame Leben. Auch Jiři Keuthen macht sich in seinem Werk auf die Suche nach der verloren gegangenen Einheit von sakraler Schönheit und Ethik, wo Glaube und Gebot nicht von einander zu trennen sind. Man muss kein Theologe sein, um zu erkennen, warum Teile des Dekalogs bei Keuthen eine große Rolle spielen. Er will sicher nicht eine falsche Einheit vorspiegeln. Das in allen Kulturen sowohl das Schöne, als auch das Gute, die gute Tat in der jeweiligen Religion ihre Wurzeln hat, kann hier nur gestreift werden.
Wir wollen nicht, dass uns der Spiegel, in welcher Form auch immer, ob als Gebot, Gesetzt oder als Konfrontration mit uns selbst, vor Augen gehalten wird. Nicht, weil wir nicht mehr mit der Sprache umgehen können, sondern weil wir nicht mehr mit Bildern umgehen können hält uns Keuthen die einfachsten Lebensregeln vor Augen...Die zehn Gebote des Alten Testaments verarbeitet Keuthen ebenso souverän wie die Zitate aus dem Neuen Testament, vor allem aus den Evangelien. Bildtitel „Immer, wer zuhört, lernt. Immer, wer spricht, lehrt.“ (Wer Ohren hat zum Hören, der höre | Markus 4.9.) „Der Endsieg über den Narzissmus.“ (Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst | Markus 12,31.)...“

Jiri-Keuthen Der-Ernst-des-Lebens"Was Du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu."
Für Björn Engholm, ehe­mali­ger Minister­präsident von Schleswig-Holstein
ist Jiři Keuthen, „ein Künstler von Rang“, der seiner Ansicht nach nicht marktgängig ist, ein Künstler, der seine Gesellschaft mit ihren Größen, aber auch mit ihrer Tragik und ihren negativen Eigenschaften sehr ernsthaft verinnerlicht hat und auf ein bestimmtes Ziel, das im weitesten Sinne Humanitas heißt – das könnte mit Kant zu tun haben, es könnte mit der Bergpredigt zu tun haben – hinarbeitet. Das ist selten geworden bei Künstlern...Ich kann nicht beurteilen, wie weit er aus einer christlichen Motivation heraus arbeitet...es gibt heute niemand, der über Werte redet, auch wenn er Atheist ist, der nicht einen Rückgriff nimmt auf christliche Werte...alles, was in der Bibel geschrieben steht, ist absolut richtig. Es sind wunderschöne weltliche Regeln. Matthäus‘ „Was du nicht willst, das man dir tu‘, füg auch keinem andern zu“, ist die klügste Regel, die man sich vorstellen kann.

"Kunst muss sich einmischen."
Karin Evers-Meyer, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, in der Eröffnungsrede der Ausstellung Get an Angel – in Engel für Dich, Berlin, Kleisthaus, 2007:

„Jiři Keuthen, Maler und Bildhauer aus Schleswig-Holstein, stellt sich mit et an Angel – ein Engel für Dich als ein „sozialkritischer“ Künstler vor. Jiri Keuthen nimmt gezielt Stellung zu menschlichen Bedingungen, zu Stimmung, Klima und Atmosphäre unserer Zeit und provoziert dort, wo gängige Argumente verhallen.
Es beeindruckt, dass Jiri Keuthen sich persönlich dort engagiert, wo Menschen seine Unterstützung brauchen, wo sein soziales Engagement und seine künstlerische Kompetenz besonders gefragt ist. Jiři Keuthen zeichnet sich durch eine ungebrochene Authentizität und künstlerische Kraft aus.

Jiri-Keuthen An-Angel-and-dont-paint-the-devil-on-the-wall"Es geht um Werte wie Nächstenliebe und Solidarität."
Der Schriftsteller Jürgen Raap, aus: ,Notizen zum künstlerischen Konzept Jiři Keuthens’, aus dem Katalog Gemälde, Schriftbilder, Objekte 1983-1992, Hsgb. vom Mittelrhein-Museum, 1992 schreibt für den Maler:

„Anders als manche ,Mainstream’-Kunst sind Keuthens Arbeiten nicht mit flüchtigem Blick konsumierbar. Seit 1987 entwickelten sich aus Scharaden, den Silbenrätselbildern, Konzepte mit Malerei und Installation, die auf Spiegelschrift aufbauen. ,Reflektion’ meint hier im doppeldeutigen Sinn intellektuelle Analyse und optische Bespiegelung gleichermaßen. Die Bilder können sozusagen geklappt werden, und als Möglichkeit des ,Sich-selbst-Bespiegelns’ mündet das Wahrnehmungsangebot in ein höchst eigentümliches Verhältnis zwischen Exponat und Betrachter.“

 

 

 

 

FREIER FALL | FREE FALLING

FREIER-FALL free-falling2014 feiert Berlin das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer im Jahr 1989. Anlässlich des historischen Ereignisses finden das ganze Jahr über Veranstaltungen und Ausstellungen statt, die sich mit dem Bau der Berliner Mauer, der Teilung Berlins, dem Kalten Krieg und der Friedlichen Revolution von 1989 beschäftigen. Höhepunkt ist das Wochenende 08./ 09. November 2014, an dem auch die Galerie Krüger mit einem besonderen Programm teilnimmt.

 

Die interdisziplinäre Veranstaltung FREIER FALL | free falling am 09. November verbindet Literatur, Musik, Video, Tanz und bildende Kunst. Einem Happening gleich, begegnen sich in dem Kulturprojekt der Galeristin und Visuellen Kommunikations-Designerin Heike Krüger Künstler aus verschiedenen Bereichen und inspirieren sich gegenseitig zu ihrem gemeinsamen Programm, das auch gleichzeitig die Finissage der Jiři Keuthen-Ausstellung in der Galerie bildet.

 

DerMensch Der Fall der Berliner Mauer jährt sich am 09. November 2014 zum 25. Mal.
1990 malt Jiři Keuthen sein Werk
"DER MENSCH MEIN BRUDER MEINE SCHWESTER",

Keuthen zeigt uns einen befreiten Menschen auf dem Brandenburger Tor, die Faust in Siegerpose gen Himmel gereckt. In die noch feuchte Farbe seines Bildes ritzt Keuthen mahnend die Worte des Artikels 1, Absatz 2 unseres Grundgesetzes und verweist auf unser Recht einer freien Entfaltung unserer Persönlichkeit.

>> Mauern sind in unseren Köpfen und Körpern. Es bedarf eines fortwährend inneren Prozesses, diese stets wieder in „Bewegung“ zu bringen, einzureißen und Türen zu öffnen, << so die Leiterin des ca. 25-köpfigen Tanz-Ensembles Maja Hehlen, das sich für den Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen, welche in unserer Gesellschaft im Allgemeinen als behindert definiert werden, einsetzt. Seit Jahren arbeitet BewegGrund Trier für ihre multimedialen Performances mit dem Musiker und Komponisten Udo Bohn und dem Videokünstler Steve Strasser zusammen. Für das aktuelle Projekt  ,Falling Walls’ in der Galerie Krüger entstanden neue Songs und Videos.


  

 

 

 

Museum Am Dom | Trier


DER MENSCH BRAUCHT HALTUNG– Positionen von Jiři Keuthen

Ausstellung in Zusammenarbeit mit Krüger Corporate Art

 

Jiri Keuthen Trier 2014

Portrat Jiri-Keuthen Mai2007 E


Für den niederrheinischen Künstler Jiři Keuthen (1951-2007) war stets klar, dass Kunst sich einmischen müsse. Seine großformatigen Arbeiten sind daher häufig unbequem und regen den Betrachter zum Nachdenken an. „Der Mensch braucht Haltung“ lautet eine seiner Forderungen.

Das gleichnamige Triptychon spricht unterschiedliche Facetten dieses Gedankens an.
Weitere Positionen Keuthens zeigt die Ausstellung im Museum am Dom.

 

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, dem 11. April 2014, um 19.00 Uhr im Foyer des Museums am Dom.

Die Ausstellung eröffnet Herr Weihbischof Jörg Michael Peters.

Einführende Beiträge von: Markus Groß-Morgen | Michael Dieckmann | Heike Krüger

Es tanzen Mitglieder des Ensemble BewegGrund Trier.

 



Heike Kruger mit Hubert Huppe Beauftragter der Bundesregierung fur die Belange behinderter Menschen





Heike Krüger mit Hubert Hüppe,
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
am 18. April 2013 bei der Vernissage der Ausstellung
HUMANITAS - Kunst schläft nie
im KLEISTHAUS, Berlin




BehBeauftr Web de2013
Kleisthaus Berlin "Humani+as - Kunst schläft nie"
Ausstellungkonzept für den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Kleisthaus, Berlin, 18. April bis 28 Mai 2013
Im KLEISTHAUS, dem Amtssitz des Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, zeigen wir eine umfassende 2. Retrospektive des Künstlers Jiři Keuthen vom 18. April bis 28. Mai 2013. Keuthens Lebenswerk steht für:

KleisthausButtonBlackMenschlichkeit und Solidarität.
Brüder- und Schwesterlichkeit.
Liebe und Barmherzigkeit.
Mitempfinden und Courage.

Jiři Keuthen thematisierte Barrierefreiheit und lebte inklusiv. In seinem künstlerischen Wirken spiegelt sich das Bild eines permanenten Kampfes um Befreiung aus geistiger Erstarrung, Konformität und gesellschaftlichen Normen. Keuthen dachte immer ganzheitlich. Als der aufmerksame Beobachter erkannte er Unterschiede oder Abweichungen von der „Norm“ unmittelbar, bewahrte sich aber vielleicht gerade wegen seines Entschlusses, den Weg eines Künstlers ohne Kompromisse zu gehen, ein selbstbestimmtes Handeln. Er stellte ein Anderssein niemals in Frage, sondern sah die Wahrnehmung dessen als eine Bereicherung und nahm dies als Chance für sich selbst an. Heike Krüger

Hubert Hüppe, Bundesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen:
"Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr das Frühjahr mit einer Ausstellung im Kleisthaus begrüßen dürfen. Mittlerweile hat das eine gute und lange Tradition. Mit der neuen Ausstellung mit Werken von Jiri Keuthen im Kleisthaus unter dem Titel „Humanitas“ knüpfen wir an die Kunstausstellungen im vergangenen Jahrzehnt an und arbeiten weiter daran eine menschlich anrührende Kunst einem breiten Publikum barrierefrei zugänglich machen. Ich wünsche mir, dass „Humanitas“ ein breites Publikum findet.

Bereits im April 2007 zeigten wir Werke von
Jiři Keuthen im Kleisthaus, mancher wird sich wohl an die Ausstellung mit dem Titel „Get an Angel - Ein Engel für Dich“ erinnern. Leider starb Jiři Keuthen 2007 während der Laufzeit der Ausstellung und die dort gezeigten Kunstwerke wurden der Öffentlichkeit seither nicht mehr präsentiert. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun noch einmal Gelegenheit haben, seine Werke im Kleisthaus zu zeigen."Ausstellungskatalog



2012 Schönstatt Vallendar, „Wenn ich es schaffe, mein letztes Hemd zu geben, habe ich es geschafft“
Ausstellung vom 05. bis 18. Mai 2012 im Rahmen der Heilig-Rock-Tage | Bistum Trier 2012,
Konzept und kurative Arbeit für Schönstatt Vallendar, Heike Krüger
Download | Ausstellungskatalog

Jiri Keuthen Malerhemd alle



Einzelausstellungen
1981 Krefeld, Galerie Manufactur/Art
1984 Kleve, Städtisches Museum Haus Koekkoek, 21 Gemälde 1982 – 1983
         Köln, Galerie Koppelmann, Gemälde 1984
1985 Krefeld, Galerie Christian Fochem, Papierarbeiten 1980-1985, Gemälde 1985
1987 Düsseldorf, Galerie Ralph Kleinsimlinghaus, Male und Schweige, Neuzeitliche Landschaften,
         Bonn-Bad Godesberg, Haus am Redoutenpark, Scharaden
1988 Frankfurt a. M., Jürgen-Ponto-Stiftung, Geist und Auftrag
1990 Frankfurt a. M., Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Zu Fragen unserer Zeit
1991 Krakau, Ulica Warszawska, Wystawa Obrazow Pysanych 1991
1992 Koblenz, Mittelrhein-Museum, Arbeit und Brot
         Essen, Galerie Kosmos, Drei Räume – Raum für Kritiker, Raum für Schweigsame, Raum für Erkenntnis
1994 Landesmuseum Mainz, Der Wahrsager, Mein Bruder und die Cultura
1995 Essen, Galerie Kosmos, Spiritus, Trebe, Terpentin
         Seligenstadt, Verein für Psychologie, Ikonotherapeutische Arbeiten
1996 Essen, Galerie Kosmos, Arbeit auf Papier
1999 Bonn, Stiftung für Kunst und Kultur, Der Eine Tag der Hände
2000 Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland – Sammlung van der Grinten, Ausstellung Neue Vorburg,
         Forme, Male Schweige – Werke aus 20 Jahren (1. Retrospektive)
         Stuttgart, Hospitalhof/Hospitalkirche, Forme, Male Schweige
2003 Montpellier, Maison de Heidelberg, C’est moi – Das bin ich
2007 Berlin, Kleisthaus, Get an Angel – Ein Engel für Dich, 68 Arbeiten – ein Werk, 1998 – 2002
         Köln, Teutonika, Set out of the Intellectuals – Aufbruch der Intellektuellen
2009 Koblenz, Galerie Krüger, On high you’re lone – that’s good – Oben ist es einsam – und das ist gut so.
         Eröffnung im Rahmen der Langen Nacht der Museen (2. Retrospektive), September - November
2009-10 Koblenz, Galerie Krüger, ROBOT – Zeichnungen und Unikat-Drucke. Dezember - Februar
2010 Koblenz, Galerie Krüger, “, Februar bis April
2011 Köln, Galerie Koppelmann, GGG – Ich bin wo ich bin, 18. 06. - 31. 08.
2012 Schönstatt, Vallendar, "Wenn ich es schaffe, mein letztes Hemd zu geben, habe ich es geschafft.", 05. Mai - 18. Mai
2013 KLEISTHAUS, Berlin "HUMANITAS - Kunst schläft nie", 18. April - 28. Mai
2013 Koblenz, Galerie Krüger, "Get an Angel - ein Engel für Dich", 12. Juli - 30. August
2014 Museum am Dom, Trier, "Der Mensch braucht Haltung – Positionen von Jiri Keuthen", 11. April - 14. September

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1981 Uedem, Keppelner Str. 4, Kurzvorschlussmöglichkeitenfreiheiten
1984 Düsseldorf, Sammlung Peter Lüchau, Weltsprache Bild, Euro Com 1984
1988 Sophia, International Art Gallery, Aus Ateliers der Bundesrepublik Deutschland
1994-1995 Darmstadt, Kunsthalle
         Krakau, Kunstpalast u. a. Hin und Hergerissen, Die Sammlung Franken
1999 Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland – Sammlung van der Grinten,
         Druckgrafische Techniken – Geschichten und Methode
2000 Rees, Städtisches Museum Koenrad Bosmann, Zeige Deine Bilder
         Grafiken & Malerei aus der Sammlung Georg Maria Roers

Performances / Musikprojekte
1983 Krefeld, Nordstr. 61, 9. Juni 1983, Performance Entwickeln
1993 Frankfurt a. M. , Art Frankfurt, 23. April 1993, Performance Operation Hochhalten
1994 Koblenz, Kurfürstliches Schloss, 1. Mai 1994,
         Performance Operation Hochhalten (mit 36 Ensemble-Mitarbeitern)
1995 Krakau, Teatr Ludowy, (Volksbühne), 30. April/1. Mai 1995, Performance Robot – Operation Hochhalten,
         (mit 57 Ensemble-Mitarbeitern)
1996 Hollum/Ameland, 22. bis 23. Oktober 1996, Performance Geduld
2000 Bedburg-Hau, 20. Mai 2000, Museum Schloss Moyland – Sammlung van der Grinten,
         Musikprojekt Two Two Three, mit Kees Cuypers, Wilfreid Grootens und Maximilliane Keuthen
2003 Neustadt in Holstein, 16. Mai 2003, Hans-Ralfs-Haus, The Ji?i Keuthen Show feat. Drumsfusion, mit Manfred Schmidt und Jörg Schwickerath


Film und Fotodokumentationen
1983 Krefeld, Performance Entwickeln (Fotodoku, Kunstwerk 14-teilig)
1991 Krakau, Wystawa Obrazow Pisanych (Filmdoku)
1992 Koblenz, Arbeit und Brot (Filmdoku)
1993 Frankfurt a. M. Performance Operation Hochhalten (Filmdoku)
         Basel, Performance Operation Hochhalten (Filmdoku)
1994 Koblenz, Performance Operation Hochhalten (Filmdoku)
1995 Krakau, Performance Robot – Operation Hochhalten (Filmdoku)
1996 Hollum, Ameland, Performance Geduld (Filmdoku)
2003 Neustadt in Holstein, The Ji?i Keuthen Show feat. Drumsfusion (Filmdoku)
2003 Dreharbeiten für ein 45-minütiges Fernsehporträt

CDs
2000 Two Two Three, Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland
2003 The Jiri Keuthen Show feat. Drumsfusion, Hans-Ralfs-Haus, Neustadt in Holstein, Live
2004 The Jiri Keuthen Show feat. Drumsfusion, St. Petri zu Lübeck, Live


Manifeste, Schriften, Vorträge
1966 Kleve, Als ich dreimal getauft wurde
1969 Kleve, Für Mitbestimmungsrechte der Schüler
1988 Koblenz, Erstes Manifest
         Frankfurt a. M. Ausgewähltes aus der Zeit in Ringenberg, Oktober 1988
1990 Frankfurt a. M., Für jeden mindestens eine Frage, 19. November 1990
         Krakau, Konzept für den Lehrauftrag an der Kunstakademie Krakau, 18. November 1990
1991 Krakau, Das Wirkliche, das Mögliche und die Vorstellungskraft,5. November 1991
1992 Koblenz, Guten Tag, bildende Kunstreflektionstheoretikereliten, 5. Februar 1992
         Koblenz, Erste Allgemeine Rede, 2. Mai 1992
         Koblenz, Ansätze und konkrete Überlegungen für ein innovatives Lehrangebot an Kunsthochschulen, 29. Oktober 1992 – 20. Februar 1983
1996 Koblenz, Zweites und letztes Manifest, 8. Januar 1996
         Koblenz, Zweite und letzte Rede, 9. Januar 1996
1999 Mainz, Die Brücke – Eine Skulptur von Ji?i Keuthen, 4. Oktober 1999
2003 Kolumnist bei der MAZ (Mitarbeiterzeitung der Psychatrium GRUPPE)
2004 Neustadt i H., Meine Arbeit ist Hochleistungssport, 16. Januar 2004
         Duisburg, Da zwischen – Katalogtext für Lothar Lubawski
         Neustadt i. H., Zeige Deine Wunde – Befreiende Kunst, Hans-Ralfs-Haus, 7. November 2004
2005 Heiligenhafen, Die Kunstklasse – Ein Erfahrungsbericht, 24. Juni 2005
2006 Neustadt i. H., Also – Die Kunstklasse Heiligenhafen, Hans-Ralf-Haus, 13. Januar 2006


Kataloge / Bücher
1984 Kleve, Städtisches Museum Haus Koekkoek
1987 Düsseldorf, Galerie Kleinsimlinghaus
         Bonn-Bad Godesberg, Haus am Redoutenpark
1988 Frankfurt a. M., Jürgen-Ponto-Stiftung
1992 Koblenz, Mittelrhein-Museum, (Arbeit und Brot)
         Koblenz, Mittelrhein-Museum (Gemälde, Schriftbilder und Objekte 1983 – 1992)
1994 Mainz, Landesmuseum
1995 Seligenstadt, Verein für Psychologie, (ein Textkatalog, ein Bildkatalog)
1997 Essen, Galerie Kosmos
2000 Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland-Sammlung van der Grinten – Joseph Beuys-Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen
2007 Berlin, Kleisthaus, Get an Angel – Ein Engel für Dich, 68 pieces – one work, 68 Arbeiten – ein Werk (1998-2002)
2012 Schönstatt, Vallendar, Wenn ich es schaffe, mein letztes Hemd zu geben, habe ich es geschafft.
2013 Berlin, Kleisthaus, HUMANITAS - Kunst schläft nie
2014 Museum am Dom, Trier, "Der Mensch braucht Haltung – Positionen von Jiři Keuthen" 


Bibliographie
1984 de Werd, Guido: Jiri Keuthen – Gemälde, In: Jiři Juergen Keuthen, Kleve 1984 (Ausstellung: Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve 1984).
1987 Diwo, Marion: Jiri Keuthens Bildgründe. In: Jiři Keuthen. Male und Schweige. Neuzeitliche Landschaften 1985-1987. Düsseldorf 1987
         (Ausstellung Galerie Ralph Kleinsimlinghaus, Düsseldorf 1987).
         Diwo, Marion: Bilderrätsel und Rätsel in Bildern. In Jiři Keuthen. Scharaden. Bonn 1987 (Ausstellung: Haus am Redoutenpark, Bonn, 1987).
         Ott, Gerhard, Heinrich: Ehrfurcht vor dem Leben, dem Kranken, Barmherzigkeit dem Sterbenden, Hoffnung den Toten.
         In: Jiři Keuthen. Scharaden. Bonn 1987 (Ausstellung; Haus am Redoutenpark, Bonn 1987).
1988 de Wird, Guido: Geist und Auftrag. Manuskript der Eröffnungsrede zu Geist und Auftrag, Oktober 1988. (Ausstellung: Jürgen-Ponto-Stiftung der
         Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main 1988).
         Ruhrberg, Karl: Kunst und Wirklichkeit. In: Aus Ateliers der Bundesrepublik Deutschland. (Ausstellung: International Art Gallery, Sofia 1988).
1992 Diwo, Marion: Kunst unter Anspruch. Grundsätzliches. In: Jiři Keuthen Gemälde, Schriftbilder, Objekte,
1983 – 1992. Hrsg. Vom Mittelrhein-Museum, Koblenz 1992.
         Raap, Jürgen: Notizen zum künstlerischen Konzept von Jiři Keuthen. In: JiřiKeuthen. Gemälde, Schriftbilder, Objekte, 1983-1992.
         Hrsg. Vom Mittelrhein-Museum, Koblenz 1992.
         Keuthen, Liselotte Auguste: Vita Teil 1. In: Jiři Keuthen. Gemälde, Schriftbilder, Objekte, 1983-1992. Hrsg. Vom Mittelrhein-Museum, Koblenz 1992.
         Weschenfelder, Klaus: Arbeit und Brot, Zu zwei Bildzyklen von Jiři Keuthen. In: Jiři Keuthen. Arbeit und Brot. Koblenz 1992
         (Ausstellung: Mittelrhein-Museum Koblenz 1992).
1994 Fiedler-Bender, Gisela: Von der Sprache der Kunst. In: Jiři Keuthen. Skulpturen, Sculptures 1992-1994.
         Gemälde, Paintings 1983, Der Wahrsager, mein Bruder und die Cultura. Mainz 1994. (Ausstellung: Landesmuseum Mainz 1994).
         Franken, Paul: Keuthen vor 10 Jahren – Keuthen heute, Manuskript der Eröffnungsrede zu Der Wahrsager, Mein Bruder und die Cultura, 2. Juli 1994
         (Ausstellung: Landesmuseum Mainz, 1994).
         Mittenzwei, Stefanie: Plastiken von Jiři Keuthen. Zur Typologie Mensch. In: Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte. 14 (1994).
         4. Mainz 1994.
1995 van der Grinten, Franz-Joseph: Über das Sammeln. In: Hin- und Hergerissen. Sammlung Franken. Darmstadt 1995
         (Ausstellung: Kunsthalle Darmstadt u. a. 1995).
         Marhenke, Dorit: Der Sammler, Nur von Gretchen würde er nicht lassen. In: Hin- und Hergerissen. Sammlung Franken. Darmstadt 1995
         (Ausstellung: Kunsthalle Darmstadt u. a. 1995).
         Enders, Roman Freymund: Zivilisationskrankheit – Wahr und Gut und Schön. Manuskript der Eröffnungsrede, Spiritus, Trebe, Terpentin, 20. Januar 1995
         (Ausstellung: Galerie Kosmos, Essen, 1995).
         Roers, Georg Maria: Texte über Jiři Keuthen. Verein für Psychologie im Alltag e. V. Seligenstadt 1995.
         (Ausstellung: Verein für Psychologie im Alltag e. V. Seligenstadt 1995).
1996 van der Grinten, Franz-Joseph: Er ist unwirsch. In: Jiři Keuthen. Arbeiten auf Papier 1992-1996. Hrsg. Von Momir Zivkovic, Belgrad 1996.
1997 van der Grinten, Franz-Joseph: Das Atelier: Manuskript der Eröffnungsrede zu Endlich zu Hause.
         Einweihung des Atelierneubaus in Macken/Mosel, 26. – 28. September 1997.
2000 Texte aus Jiři Keuthen: Forme, Male, Schweige, Werke aus 20 Jahren (1. Retrospektive), Stiftung Museum Schloss Moyland, Ausstellungshalle Vorburg,
         Sammlung van der Grinten – Joseph Beuys Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen, 20. Mai – 30. Juli 2000.
         van der Grinten, Franz-Joseph: Jiři Keuthen, Maler.
         Müller, Helmut A.: Anstössig, quer zur zeitgenössischen Oberfläche und allein der Liebe verpflichtet.
         Radel, Jutta: Malen ist kämpfen.
         Blomberg, Flavia: Wir haben an Kunst und Kaffee hohe Ansprüche.
         Amos, Robert: (*1956 †2000), Das bin ich (C’est moi).
         Diekmann, Rudolf (*1949 †1991), Dein verlorenes Land.
2007 Texte aus: Get an Angel – Ein Engel für Dich, 68 pieces – one work, 68 Arbeiten – ein Werk (1998-2002), Berlin, Kleisthaus.
         Evers-Meyer, Karin, seit 2005 Beauftrage der Bundesregierung für die Belange Behinderter Menschen:
         Jiři Keuthen – geboren 8. Februar 1951 – zweimal getauft – Schutzengel –...
         Keuthen, Michael: Jiři
         Interview mit Björn Engholm am 24. Januar 2007 anlässlich der Ausstellung Get an Angel - Ein Engel für Dich,
         Kunst und Politik - Kunst und Kultur - Kunst und Psyche - Zu Jiři Keuthen - Zu Björn Engholm persönlich - Zum Abschluss.
         Keuthen, Liselotte: Mein lieber Sohn.

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
Bedburg-Hau, Museum Schloss Moyland (199 Werke)
Düsseldorf, museum kunst palast
Frankfurt a. M., Kunstsammlung der Dresdner Bank AG (Commerzbank AG)
Kleve, Museum im Kurhaus
Koblenz, Kunstsammlung der Bundeswehr, Zentrum innere Führung
Koblenz, Mittelrhein-Museum
Mainz, Landesmuseum
Köln, Ludwig-Museum
Sofia, International Art Gallery
Trier, Bischöfliches Diözesanmuseum



FAUST PlakatHeike-KrugerKultur | Macht  | Schuld  | Natur | Sehnsucht | Trieb | Sinn | Vergebung




Faust-Wirklichkeiten
 
von Hans Wildermann


„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“
Religion und Kirche spielen im Faust eine ganz essentielle Rolle, da das Stück auf der Wette zwischen Gott und dem Teufel aufbaut.
Im Gegensatz zu Gretchen denkt Faust nicht daran, sich an das System anzupassen. Er stößt die Zwänge der Kirche ab, denn seiner Meinung nach soll die Religion nicht erzwungen werden. Vielmehr muss der Glaube an Gott vom Herzen ausgehen, dann kann man von wahrer Religiosität sprechen. Letztendlich gibt Faust Gretchen keine klare Antwort darauf, ob er nun an Gott glaube oder nicht. Vielmehr behauptet er, dass der Glaube an Gott jeder Manns Sache ist und dass jeder es auf seine eigene Art und Weise fühlt und ausdrückt.
An diesem Punkt ist Fausts Auflehnung gegen Diktatur der Kirche besonders ersichtlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Faust die Existenz Gottes nicht bestreitet. Die Tatsache, dass er Mephisto, den Teufel persönlich kennt, belegt, dass Gott existiert. Denn wenn es Teufel gibt, dann gibt es auch den Gott. Vergleichbar ist es mit den beiden Gegensätzen „gut“ und „böse“. Ohne das Böse würden die Menschen das Gute nicht kennen und umgekehrt.
Durch die fiktive Figur Fausts übt Goethe Kritik am dem kirchlichen Regime seiner Zeit. Außerdem kritisiert er solche Menschen wie Gretchen, die sich an die Herrschaftsstrukturen anpassen statt auf das eigene Herz zu hören und eine eigene Meinung in Bezug auf Gott und Kirche zu bilden.



 

Wildermann LNM Koblenz 12Heike-KrugerLange Nacht der Museen, | Koblenz | 2012 | Gallery

Ausstellung der kompletten original Ausgabe Nr. 2/100


49 Blätter zu Goethes Faust II, erstmalige Präsentation aller handsignierten Blätter
49 Inhalts-Blätter, plus aller Titel- und Kapitelblätter. Dokumenttyp: Monographie
Erscheinungsjahr: 1919
Erscheinungsort: Regensburg | Verlag: Bosse
Umfang: s/w ca. 36,5 x 48,8 cm im Passepartout.





Wildermann Faust-Wirklichkeiten BlattTitel2Selbstbiographische Notiz


Jenseits des Rheinstroms bei Köln führten
alte Baumreihen zu einem Wallfahrtsort.
Unter einer tausendjährigen Linde stand eine Kapelle.
Diese barg das vergoldete Holzbild einer Pietà,
vom Schein der Opferkerzen schweigsam umstrahlt.

Die Linde fiel in den Tagen meiner Kindheit.
Das Bild steht noch. Statt der Bäume – Kamine.
Mein Vater diente den qualmenden Riesen.
Mein Herz hing an dem Gold des göttlichen Wunderbildes.
Täglich führte meine Mutter mich dorthin.

Zwei Adler umkreisen den Mittelpunkt der Erde.
Zeus hat sie gesandt von den Enden der Welt.
Über dem Heiligtum des Apollo am kastillischen Quell schwebten
sie noch, als ich bei früher Sonne die Weihestätte betrat.
Ich besuchte sie nur einmal wirklich.
Aber seit vierzig Jahren blieben die Pole meines Lebens:
die goldene Pietà in Holz und der delphische Gott in Marmor.
Im Schutze der Madonna wurde ich als Heide geboren.
Im Schatten des Olymp erlebte ich den ewigen Strahlenkranz
des Christentums.
Dieser Pendelschlag meines Lebens ist die Regulierung
Wildermann Faust-Wirklichkeiten Blatt6 Nachtmeines künstlerischen Wollens.
Was ich an Arbeiten geben konnte, ist im Kernpunkt
eine Vereinigung von Olymp und Golgatha;
Beitrag zum Beweis einer existenten Orphika.

Mehr kann ich von mir nicht sagen.
Man wird verstehen, warum ich das Feld meiner Arbeit
ausdehnen musste über Holz und Marmor, Farbe und das Licht,
das auf den weltbedeutenden Brettern leuchtet.
Verschiedene Instrumente   e i n e r   Melodie.

Hans Wildermann 1933

(Quelle: Hans Wildermann, Autobiogrfie, Bosse-Verlag 1930)







Vita

Hans Wildermann wurde am 21. Februar 1884 in Köln als Sohn des Fabrikdirektors Heinrich W. Wildermann und seiner Ehefrau Maria Wildermann, geborene Röhr geboren. Er besuchte zunächst Schulen in Reckling­hausen und Köln und studierte dann in Düsseldorf, Berlin und München.
Ab 1907 lebte er dann wieder in seiner Heimatstadt, wo er unter Max Martersteig an der Ausstattung der Kölner Bühnen arbeitete.

Wildermann Faust-Wirklichkeiten Blatt49 bergschluchtenEr wirkte 1911 an den Opernfestspielen mit und nahm im Jahr darauf an der Kölner Sonderbund-Ausstellung teil.Im selben Jahr holte ihn Johannes Maurach als Gastbühnenbildner ans Stadttheater Essen. Ein Jahr später, 1913, ging er nach München, wo er auf Paul Klee traf. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs arbeitete er vorwiegend als Bildhauer, Maler und Grafiker. Danach kam es zu Zusammenarbeiten mit dem Opernhaus Berlin, dem Nationaltheater München und dem Opernhaus Leipzig.

Im August 1919 folgte Wildermann wieder Maurach, der nun Intendant an den Städtischen Bühnen Dortmund war. Als dieser 1922/1923 nach Nürnberg ging,
wechselte auch Wildermann zunächst mit ihm. Jedoch gelang es dem neuen Dortmunder Intendanten Karl Schäffer Wildermann nach Dortmund zurückzuholen.

Im Jahr 1926 wechselte Hans Wildermann nach Breslau, wo er eine Professur für Theatermalerei an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe erhielt. Ab 1936 war er Leiter des Ausstattungs­wesens am Breslauer Opernhaus.

Die Nationalsozialisten beschlagnahmten 1937 sein Triptychon „Transfiguration“ und erklärten es zur entarteten Kunst.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er in seine Heimatstadt Köln zurück, wo er am 1. November 1954 im Alter von 70 Jahren starb.
Hans Wildermann war mit Erna Hoheisel verheiratet. Das Ehepaar hatte eine Tochter, Angelika.

(Quelle: wikipedia | http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wildermann)

Frankfurter Goethe-Haus Online-Katalog
Hier finden Sie neben den Arbeiten anderer namhafter Künstler wie Max Beckmann, Eugène Delacroix, Lovis Corinth, Henry Moore etc. auch die Arbeiten Hans Wildermanns zu Goethes „Das Märchen“, „Torquato Tasso“ und natürliche seinem „Faust“.


www.cargocollective.com/david199
Courtesy www.fenz-kunstraum.de


1 99 communication nation cargo

david 1,99


Der 1979 geborene Künstler David Jäger a.k.a. „1,99“ lebt und arbeitet in Köln. Der urbane Raum im Zeitalter von Konsumismus und Medienwahn sind die zentralen Forschungsfelder seiner Arbeiten. Die Figur im Raum, das Individuum in einer multikomplexen Gesellschaft ist meist Gegenstand seiner Untersuchungen und Darstellungen. Eine emotional kritische Haltung die in komischer Tragik zum Ausdruck gelangt. Die Frage, ob der Mensch noch die Kontrolle und die Übersicht über seine Kultur und Lebensstile besitzt, soll aufgeworfen werden. Bedient das Individuum das Medium oder ist es andersrum? SMS schreiben E-Mails beantworten den neuesten Hut kaufen der ganze überflüssige Quatsch. Die neuen Medien und eine konsumorientierte Gesellschaft sollen auf ihre Sinnhaftigkeit in der Bedienung überprüft werden. So werden in den Werken des Künstlers z.B. Handys oder Laptops zu Protagonisten erhoben.

David Jäger nennt sich 1,99 und signiert auch seine Bilder so. Sein Synonym entspricht fiktiv einem pauschalisierten, immer gleich bleibendem Preis. Die Person des Künstlers transformiert sich nominal zu einem materiellen Gegenwert. Eine Auszeichnung. Da diese aber unveränderbar in Erscheinung tritt, wird ihr gleichsam eine materialistische Urteilsfähigkeit abgesprochen. Eine humoristische Kritik an einer Gesellschaftsform in der alles und jeder in seinen finanziellen Gegenwert aufgewogen und berechnet wird.

 

1,99 - David Jäger Galeriekünstler bei Fenz is open space - Off space in a fence

FENZkunstraum ist eine Plattform wider ein normatives Kunstverständnis und gängige Kunstrezeptionen. Unser Engagement steht im Dienst eines sich dem Menschen öffnenden, freiheitlichen Kunsterlebens. Bewusst versuchen wir die Grenzen der klassischen Galeriearbeit zu überschreiten, um dem Betrachter zu ermöglichen, sich in einem nichtmusealen Kontext mit dem Kunstwerk auseinandersetzen zu können. Weder sehen wir uns einem Stil noch einer temporären Strömung verhaftet. Unser Programm umfasst Künstler, die auf eine (selbst-) bestimmte Art und Weise Grenzgänger sind. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Ausstellungskonzepte zu entwickeln die dem  Künstler gerecht werdend neue Wege der Betrachtung ermöglichen. Diese neuen Wege werden in Zukunft auch außerhalb der Galerieräume gesucht und in der Kooperation mit Künstlern und anderen Ausstellungsmachern, als auch Institutionen, Firmen und Organisationen verwirklicht.

Verantwortlich für den 2007 gegründeten FENZkunstraum sind Jörg Elsche und Ralph Marquass.

1,99 - David Jäger

Geboren 1979 in Wermelskirchen
Studium der Malerei 2002 bis 2006 an der Alanus Hochschule in Alfter
Lebt und arbeitet in Köln

2011
„Street Reloaded“, Einzelausstellung, FENZkunstraum, Köln
„not a car“, presented by FENZkunstraum (Köln) Gruppenausstellung, Los Angeles
„Grüner wird’s nicht“, Gruppenausstellung, „Ehrenbreitsteiner Kunsttage“, Koblenz
„C.A.R. - contemporary art ruhr", presented by FENZkunstraum (Köln), Zeche Zollverein, Essen

 2010
„blue cyclopes", Gruppenausstellung, „Urban Cologne", Köln
„C.A.R. - contemporary art ruhr", presented by FENZkunstraum (Köln), Zeche Zollverein, Essen
„Pimp the Timp“, presented by FENZkunstraum (Köln), Gruppenausstellung, Köln 
„Stroke 02“, presented by FENZkunstraum (Köln), Gruppenausstellung, München
„Izi & 1,99“, Gruppenausstellung, „Ehrenbreitsteiner Kunsttage“, Koblenz
„Prim-World“, Projekt mit Prim, Heimat-store, Köln

2009
„C.A.R. - contemporary art ruhr", presented by Agency Yorckberlin, Zeche Zollverein,
Essen
„Media Control“, Einzelausstellung, Galerie Glanzkinder, Köln
„Holy Chicks“, Gruppenausstellung „Elements & Water“, Kunsthaus Rhenania, Köln
„Stickerbar“, Gruppenausstellung „Ehrenbreitsteiner Kunsttage“, Koblenz
„Holy Shit“, Tease Art Fair#3, presented by FENZkunstraum (Köln), Rheintriadem, Köln

2008
„Communication Nation“, Einzelausstellung, Galerie Krüger, Koblenz
„Ecken“, mit Sebastian Georg Hesse, Einzelausstellung, FENZkunstraum, Köln
„Ludwig“, Installation mit „Koet Constructions“, Come-Together-Festival, Köln
„1,99“, Tease Art Fair#2, presented by FENZkunstraum (Köln), Rheintriadem, Köln
„Raum 25C“, Installation mit „Koet Constructions“, Köln

 2007
„Girls on boards“, Gruppenausstellung „Make it on time“, Köln

„Oneliner“, Gruppenausstellung „Waage Kalk“, Waage Kalk, Köln
„Horst“, Installation mit „Koet Constructions“, Come-Together-Festival, Köln

„Pool“, Installation mit „Koet Constructions“, Gruppenausstellung „Art of Asphalt“, Zagreb
„Saloon“, Installation mit „Koet Constructions“, Gruppenausstellung „Mad-Cologne“, Köln
„Bernd Basement“, Installation mit „Koet Constructions“, Einzelausstellung, Kunstraum MÖMA, Mönchengladbach

 2006
„Skaterlation“, Installation mit „Koet Constructions“, Einzelausstellung, Star 3000, Köln
„Homies“, Diplomarbeit, Gruppenausstellung „Butter bei die Fische“, Rheintriadem, Köln
„Useless wooden toys“, Installation mit „Koet Constructions“, Trash Chic, Köln

2005
„1,99“, Gemeinschaftsausstellung „Street Art“, Alte Feuerwache, Köln
„1,99“, Einzelausstellung „La nuit de phunk“, Art Theater, Köln
„Ragnatela 2“, Land-Art-Projekt, Dangio, Schweiz (2003 „Ragnatela 1“, Land-Art-Projekt, Dangio, Schweiz)
„Language of colors“, Projektarbeit mit der Sudan University, Khartoum

Patricia Hell

 

SAMPELT

 

 

Geräusche, Lärm, das Hupen der Autos, Geschwätzigkeiten.
Sich begegnen, sich nicht begegnen.
Menschen – einzeln oder in Gruppen. Menschen auf ihren Wegen.
Rast und Rastlosigkeit. Sich selbst verlieren und wiederfinden.
Urbane Geborgenheit.

 

SAMPELT – so betitelt Patricia Hell ihre neue Werkserie. SAMPELT entsteht aus den Notizen der Künstlerin, die sie seit mehreren Jahren zeichnet. SAMPELT sind zum Teil sehr großformatige Tuschezeichnungen in denen sie mit Linien und Flächen seismografisch in einem „akzentuierten Staccato“ den Rhythmus des lebendigen Großstadtbetriebs schreibt. Mit ihren Zeichnungen zoomt sie einen besonderen Augenblick in ihre Bildflächen.  Die dokumentierten Situationen zeigen dem Betrachter einen authentischen und außergewöhnlichen Moment, der so nicht wieder entstehen kann. Im Gegensatz zu ihrem Zyklus ,Farbrauschen‘, den die Galerie 2013 zeigte, fokussiert Hell hier den Menschen. Meist in Außenszenen oder -situationen agierend, ist er jedoch nicht als Persönlichkeit oder als private Person zu betrachten. Es sind anonyme Figuren in wie zufällig wirkenden Aufnahmen, und manchmal verwirrend lösen sich die Perspektiven von Subjekt und Objekt innerhalb der Szenen auf. Sinnliche Präsenz, Bewegung und Kraft kennzeichnen diese aktuellen Werke der Künstlerin. Immer geht es Hell um den Vorgang des Sehens: wann werden Linien, Flächen und Farben zu einem Bild? Dem Betrachter lässt sie die Freiheit der persönlichen und subjektiven Interpretation.

 

1 Brucke II Ffm Tusche und Marker auf Papier 30 x 40 cm 2013

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ALL SAINTS - Berlin | Patricia Hell | ink and Marker | 2015

 

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Farbrauschen | Ausstellung Galerie Krüger | 22. Februar bis 12. April 2013

 
Patricia Hell-Prisma

Aus der Eröffnungsrede von Karl Wilhelm Ducoffre


>>Die Farbe wird in breiten, oft lang gezogenen Pinselstrichen, in hastigen, skripturalen Schwüngen oder mit dem Spachtel dick geschichtet auf den Bildträger aufgebracht. Sie ist stets auch in ihrer materialen Qualität präsent und immer kann der Vorgang der Malerei genau nachempfunden werden. Die Farbe entfaltet ihre Kraft in sensiblen Variationen des Farbtons und seiner Nachbarschaften oder in starken Kontrasten. Unterschiedliche Bewegungen im Farbauftrag erzeugen räumliche Vibrationen und Unschärfen. Eine Komposition gibt es nicht, doch eine feste, organisierte Struktur wird wie textiles Gewebe geflochten. Farbe und Linie steigern sich im wechselseitigen Zusammenklang.

Patricia Hell malt Bilder.

Dies klingt banal, verwundert aber in Anbetracht der Gemälde. Die Titel der Bilder benennen die Motive, deren Abbild nicht erkennbar ist. Aber ge­ra­de die vom Gegenstand losgelöste Malerei lässt auf ihre Weise eine gültige Darstellung der realen Welt zu. Die Illusion des Lichts wird von der Gegenwart der Farbe verdrängt. Die künstlerischen Mittel sind autonom. Das Fehlen jeglicher ikonischer und narrativer Elemente lässt in gleichsam lyrischer Leichtigkeit metaphorische Bilder entstehen und mündet in unmittelbarer synästhetischer Erfahrbarkeit. Die Farbwirkungen werden zum visuellen Erlebnis, genauso wie die rauen Oberflächen der Farbkrusten spürbar sind.
Die Atmosphäre des Ateliers ist gegenwärtig und der Geruch von Farbe, Leinöl und Terpentin drängt sich auf. So entsteht wunderbar vielschichtige Malerei, und das nicht nur im wörtlichen Sinn.
Patricia Hell-aus-Monets-GartenPatricia Hell stellt durch die Bildtitel kunstgeschichtliche Bezüge her: „Nach van Goghs Sämann“ zitiert zumindest die Farbigkeit des Vorbilds; die Reihe „Aus Monets Garten“ ist, bis auf die Tatsache, dass es sich um eine Reihe handelt, nicht mehr bildmäßig in ihrem impressionistischen Bezug nachzuempfinden. Schließlich ermöglicht der Verzicht auf jede mimetische Andeutung die Erschließung von atmosphärischen Eindrücken, die über die Motivik der Impressionisten hinausgeht: Manche Werke zum Beispiel schaffen Atmosphären, die über die sichtbaren physikalischen Phänomene hinaus imaginäre Räume erschließen. Die gegenüber dem Impressionismus gesteigerte, impulsive Gestik der Pinsel­führung könnte als Anklänge an den Tachismus oder den abstrakten Expressionismus aufgefasst werden, jedoch fehlt Patricia Hells Bildern der sich selbst genügende Habitus. Der Farbauftrag fügt sich bei aller Freiheit präzise in die Struktur des Bildorganismus. Der Duktus variiert den Bildthemen entsprechend und wird zum unverzichtbaren, intellektuellen Bestandteil der künstlerischen Intention.

„Resampling ist Schreiben von Bildern“. Schrift und Sprache sind abstrakte, symbolhafte Medien eines Kommunikationsprozesses, in dem der Verlust oder die Störung von Information als „Rauschen“ bezeichnet wird. So zeigen Patricia Hells Bilder in mehrfacher Weise den prozesshaften Charakter von Kunstwerken, die oft lediglich als Objekte gesehen werden. Nicht nur das Schaffen, auch das Wirken ist ein aktiver Vorgang, der Zeit und Arbeit erfordert. Diese Leistung muss der Betrachter erbringen um im besten Fall zu erreichen, was Schiller den „ästhetischen Zustand“ nennt; Jenes euphorische Erlebnis der Erkenntnis, die über das rationale Erfassen des Gegenstandes hinausgeht. Für den Betrachter kann dabei „Rauschen“ Chance und Gewinn bedeuten.
                                                                                                                                                                                                                       
Patricia-Hell Heike-KrugerGerade durch die Rückschau auf vorangegangene Kunst ist Patricia Hells Malerei als innovatives und authentisches
Ausdrucksmittel von unmittelbaren, subjektiven Sinnesein­drücken eine eminent zeitgenössische Stellungnahme, die der bildhaften Malerei einen überzeugenden und eigenständigen Beitrag hinzufügt und entgegenhält.

Patricia Hell


Patricia-Hell-Vernissage galerie kruger koblenz 22 2 13 2

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