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Firouzeh Görgen-Ossuli

 

 

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Firouzeh Görgen Ossuli vor ihrer Installation 'Chador mit Spiegel'.

Diese Arbeit entstand anlässlich der Ausstellung 'EVO' – Frauen in den Weltreligionen, im Frauenmuseum Bonn, 2013. Firouzeh Görgen Ossuli und Künstlerinnen aus allen Weltreligionen sowie acht kooperierende Institutionen geben Antworten auf den Stellenwert von Religionen sowie deren Verhältnis zum Weiblichen. Sie zeigen sowohl die Demontage von Frauen als auch wegweisende, neue Positionen in der Entwicklung der großen Weltreligionen auf.

Erschreckend und zugleich faszinierend ist es zu sehen, dass bestimmte Themen in allen Weltreligionen Gegenstand der Auseinandersetzung sind: die politische Instrumentalisierung von Religionen zum Nachteil der Frauen, die Entmachtung des weiblichen Parts, Missbrauch und Gewalt sowie die Stigmatisierung der weiblichen Sexualität. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm mit Religionswissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Kirchenfrauen zeigt, wie aktuell und brisant das Thema ist. (Quelle: frauenmuseum.de)


 

FLUCHTBLICKE - escapes

 

"Meine Fotografien entstehen ausschließlich mit der Kamera. Sie sind Momentaufnahmen meiner jeweiligen Gefühle. Wenn ich in der Natur bin, bricht mein Inneres hervor und wird in meinen Bildern festgehalten. Diese Gefühle sind komplex. Deshalb gibt es nicht jeweils nur ein Bild, sondern eine Vielzahl. Jedes Bild einer Serie ist die ergänzende Variante der anderen. Der Weg zum Ziel, das es nicht gibt. Ich bin mit meiner Kamera stets auf der Suche nach interessanten Motiven, intensiven Lichtstimmungen oder besonderen Momenten. Nichts ist für mich, wie es scheint. Alles führt ein Eigenleben und ist voller Widersprüche.

Ich sehe die Bewegung in der Rast, die Explosion in der Stille, die Einsamkeit in der Fülle, das Fremde in der Heimat, den entscheidenden Moment davor oder danach. Ich male mit der Kamera meine Bilder. Mich interessiert nicht die Wirklichkeit und ihre Dokumentation, sondern die besondere Stimmung, die sie für mich ausstrahlt. Diese Stimmung möchte ich festhalten und zeigen. Auf der Suche nach einer adäquaten Form entstanden die abstrakten Fotogemälde."
Firouzeh Görgen-Ossouli über ihre Arbeit.

In der Ausstellung "FLUCHTBLICKE - escapes" erzählt die Künstlerin in großformatigen Diasec©-Fotoarbeiten mit scheinbar einfachen Motiven komplexe Geschichten. Auf der Suche nach dem Blick für das Besondere, das nicht Passende, das Andere, schafft sie ungewohnte Bild Welten, findet ein Medium um darzustellen, was man nicht sehen kann und versucht, Zwischenräume zu belichten. Firouzeh Ossuli-Görgen zeigt in ihren Bildern eine verfremdete Wirklichkeit und schafft somit einen neuen Kosmos aus Farben und Linien. Die Arbeiten sind atmosphärisch in der Auflösung von Konturen und mit einem impressionistischem „touch“. Mit ihrer besonderen Technik bringt die Foto-Impressionistin Bewegung in die Natur – sonst fest verwurzelte Bäume eilen durch den Wald oder tanzen und explodieren entfesselt vor Lebensfreude. Ihre Fotografien sind mit Licht gezeichnete Farbcollagen, die teilweise wie abstrakte Gemälde wirken.

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Die Fotografien entstehen ausschließlich mit der Kamera. Sie sind Momentaufnahmen aktueller Gefühle, Stimmungen und Ahnungen der Künstlerin. Befindet sich Firouzeh Ossuli-Görgen in der Natur, bricht ihr Inneres hervor und wird in ihren Bildern festgehalten. Es entstehen keine Einzelaufnahmen, sondern Fotoserien, die Komplexität der dabei aufkommenden Gefühle widerspiegeln. Jedes Bild einer Serie ist die ergänzende Variante der anderen. Der Weg zum Ziel, das es nicht gibt.

Firouzeh Ossuli-Görgen ist mit ihrer Kamera stets auf der Suche nach interessanten Motiven, intensiven Lichtstimmungen oder besonderen Momenten. Nichts ist für sie, wie es scheint. Alles führt ein Eigenleben und ist voller Widersprüche und Gegensätze. Die Künstlerin sieht die Bewegung in der Rast, die Explosion in der Stille, die Einsamkeit in der Fülle, das Fremde in der Heimat, den entscheidenden Moment davor oder danach. Sie malt mit der Kamera ihre Bilder. Es interessiert sie nicht die Abbildung der Wirklichkeit und nicht deren Dokumentation, sondern die besondere Stimmung. Diese fängt sie für den Betrachter ein. Auf der Suche nach einer adäquaten Ausdrucksform entstanden ihre Arbeiten und diese Ausstellung in der Galerie Krüger.

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Eigens hierfür wählte die Künstlerin über zwanzig Motive, die Sie erstmals im Diasec© -Verfahren produzierte. Die Materialwahl Diasec©, die schon vor über einem Jahr in den ersten Kozeptgesprächen mit der Galeristin Heike Krüger entschieden wurde, unterstreicht die fantastischen Farbenwelten der Firouzeh Ossuli-Görgen mehr, als es jede herkömmliche Fotofachvergrößerung kann. Die Brillianz der Fotoarbeiten, die durch die Acrylglasoberfläche des Diasec©-Verfahrens erzielt wird, ist bestechend.

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L'Espoir - c'est ma prison

Ausstellungseröffnung

Die Galerie Krüger dokumentiert das Werk der Essener Künstlerin Eva Krembel. Die studierte Foto-Künstlerin war Meisterschülerin von Professor Thomas Zika an der Essener Freien Akademie der Bildenden Künste.
Mit der ersten Ausstellung nach dem viel zu frühen und plötzlichen Tod der jungen Künstlerin porträtiert die Galeristin ihre langjährig Vertraute. Der Titel der Ausstellung ,L'Espoir - c'est ma prison’, ,Die Hoffnung ist mein Gefängnis’ offenbart das Innerste der Künstlerin. Häufig macht sich Eva Krembel selbst zur Protagonistin ihrer Inszenierungen. In ihrer außergewöhnlichen Arbeit ,Frau in Kleid mit Tasche‘ nimmt sie uns mit an ihre Sehnsuchtsorte.

Sie, die Frau, steht an der Theke einer Bar. Sie, die Frau, schaut ver­drossen drein. Die Bar, üblicherweise ein Ort des Vergnügens und der Geselligkeit, wirkt unbelebt, eher wie eine Warteanstalt. Warten, das war lange Zeit der „Hauptberuf der Frau“, wie es die Romanfigur Grete Siebenschein in Heimito von Doderers Strudlhofstiege formulierte.
Das bedeutet, dass die Frau in den meisten Lebensentscheidungen und partnerschaftlichen Angelegenheiten zur Passivität bestimmt war. Kulturelle Konventionen sagten, wo es lang geht und hielten Frauen in einem Loop unnennbarer Sehnsucht: Am Meer stand ich abends oft, und ich hab gehofft, auf was?

Was besagen die Bilder der Fotografin in Zeiten, in denen mit der Einrichtung eines Weltbank-Fonds mit großen Anstrengungen und Unterstützern Frauen weltweit gefördert werden sollen, um am Ende den Kampf gegen Armut, Gewalt und Kriege zu gewinnen?

Eva Krembel beschreibt das Selbst von Frauen, die lieben, die warten, die trauern, die ratlos sind, die sich nicht entscheiden können, die sich nicht entscheiden dürfen? Sehr viel, vielleicht sogar alles.

 

Rahmenprogramm in der Museumsnacht:

19.00 Uhr    Eröffnung der Ausstellung
20.00-22.00 Uhr     Vortrag ,L'Espoir - c'est ma prison‘ | stündlich
21.00-23.00 Uhr    Eberhard Türk, Saxophon | Klarinette
Non-stop     Cocktail-Bar
Non-stop     Snacks

 

 

Eva Krembel | Essen, Projekt >>Frau in Kleid mit Tasche<<

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krueger liegend mit fisch

liegend mit Fisch | 2015

 


Die für den 04. November – 02. Dezember 2016 geplante Ausstellung wurde abgesagt.
Eva Krembel verstarb 14 Tage vor der Eröffnung ihrer Ausstellung.

 

Fiction is Real    

Lesung: Sarah Ulrich
Vernissage: 04.11.2016, 19 h

„Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab, ein Leben lang spielt jeder manche Rolle.“
(William Shakespeare)        Theater also.

1Andy Warhol

Die in Essen lebende Fotokünstlerin zeigt uns in ihren großformatigen Masken-Arbeiten künstliche Welten – künstliche Prominenz – eine Inszenierung, die nach Wirklichkeit aussieht und dennoch leer ist. Aber wie viel Theater und wie viel Realität benötigen wir?
Bauen wir uns ein Paralleluniversum mit unserem eigenen Double?

Eva Krembels Inszenierung verweist uns auf das Fehlen einer Realität. Schnell wird klar, dass das Tragen der Masken nur eine künstliche Produktion von Prominenz ist. Wer hinter die Maske schaut um dort die Wahrheit zu finden, läuft Gefahr, ins Leere zu schauen. Unsere eigene Individualität gleitet uns aus den Händen. Wir strengen uns nicht mehr an, einzigartig zu werden, wenn es doch so verlockend ist, die Nische zwischen Fiktion und Realität zu bewohnen – das Leben hinter der Maske zu führen.

 

 


 

l espor eva krembel

L'Espoir - c'est ma prison

 

 

http://www.evakrembel.de


eva portraet 2Vita:

Eva Krembel (*1970 Lauterbach, Deutschland) studierte von 2010 - 2014  an der Freien Akademie der Bildenden Künste (FAdBK) in Essen "Freie Kunst - Schwerpunkt Fotografie". Sie wurde Meisterschülerin, Klasse Thomas Zika.

Eva Krembel lebt und arbeitet in Essen, Deutschland sowie im Zentralmassiv, Frankreich.

Ausstellungen:

  • 2017 Einzelausstellung "L‘Espoir – c‘est ma Prison", Galerie Krüger, Koblenz,  im Rahmen der Museumsnacht Koblenz
    2016 Teilnahme an der Gruppenausstellung"eyes wide open, Galerie Krüger, Koblenz im Rahmen der Museumsnacht Koblenz
  • 2016 Gruppenausstellung „Künstlerinnen der Galerie“, GALERIE KOLLMEIER, Essen
  • 2015 Teilnahme an revierkunst, Museum Ostwall, Dortmund
  • 2015 Einzelausstellung „Ich wär’ so gern wie Du“ GALERIE KOLLMEIER, Essen
  • 2015 Eröffnungsausstellung - Atelier Eva Krembel Fotografie, Essen
  • 2014 Gruppenausstellung BERUHIGTE ZONE, Vestischer Künstlerbund Recklinghausen e.V. im Kutscherhaus Recklinghausen
  • 2014 Rundgang der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh
  • 2014 Abschlußprüfungsausstellung "Ich will aber glauben..." in der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh
  • 2013 Jubiläumsausstellung "5 - Alles auf einen Blick"  der Galerie der Fördergesellschaft für zeitgenössische Kunst mbH, Essen
  • 2013Einladung und Teilnahme an der 23. Kunstmesse im Frauenmuseum Bonn
  • 2013 Einzelausstellung „Bird-Spotting“ im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2013 Gruppenausstellung "PREMIERE" in der Galerie der Fördergesellschaft zeitgenössischer Kunst mbH, Essen
  • 2013 Rundgang der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh.
  • 2013 Gruppenwanderausstellung im Rahmen des Licher Fotowettbewerbs „ Mensch und Natur“ mit der Arbeit „Bird-Spotting“
  • 2012 Einzelausstellung „Ballerina-Schwalbenpaar-Steigender Hengst“ im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2012 Rundgang der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh.
  • 2011 Gruppenwanderausstellung „Obstructions 2011“, K29 Ricarda Fox, Essen,im Projektraumbahnhof25, Kleve und in der Hebebühne e.V., Wuppertal
  • 2011 Gruppenausstellungim Rahmen des Fotowettbewerbs „An was glauben Sie denn“  mit der Arbeit „Seele-Geist-Körper“, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Telgte
  • 2011 Einzelausstellung „ Hotel Moderne“im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2011 Rundgang der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh.
  • 2010 Einzelausstellung „Kohle- Ruhr 2012“im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2010 Rundgang der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh.
  • 2009 Einzelausstellung „Bauhaus“ im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2009 Gruppenausstellung „Dinge-Orte-Menschen“ im Rahmen der Sommerakademie der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen-Kupferdreh.
  • 2008 Einzelausstellung „Blüten“ im Rahmen der KUNSTTage in Essen
  • 2007 Einzelausstellung „Afrika“ im Rahmen der KUNSTTage in Essen

Markus Redert 2012

 

Markus Redert

 

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Aktuell : Landesmuseum Koblenz | Haus der Fotografie

16. Juni bis 4. September 2016

WESTFRONT - Fotoessay zwischen Dokumentation und Inszenierung

Mit dem Jubiläumsjahr 1914/2014 rückte ein Ereignis ins Bewusstsein, das die weitere Entwicklung vieler Länder Europas aber auch anderer beteiligter Staaten im 20.Jahrhundert beeinflusst hat und es bis heute tut. Die Entwicklungen von Forschung und Technik in der Rüstungsindustrie führten zu einem bis zu diesem Zeitpunkt in der Weltgeschichte nicht gekannten Ausmaß an Zerstörung von Menschenleben und Infrastruktur.

Im Fotoprojekt „Westfront“ war es  das Ziel von Markus Redert, Spuren der Zerstörung und Veränderung entlang der ehemaligen Frontlinie von den Vogesen bis zur Nordsee sichtbar zu machen. Es sind Orte, deren Namen zum Symbol des Vernichtungskrieges und hunderttausendfachen Sterbens wurden. Über die bloße Dokumentation hinaus möchte er den Betrachter auch fühlen lassen, welche Ereignisse hier dauerhafte Änderungen bewirkt haben.

Licht und Schatten führen, konzentrieren den Blick, verfremden Vertrautes, vermitteln eine Ahnung von der Bedrohlichkeit und Düsternis, die der Szenerie innewohnt. Der Betrachter soll sich bewusst werden, dass jeder Quadratmeter dieser Erde zum Grab junger Männer in einem sinnlosen Krieg wurde.

Text: Markus Redert


 

 

Markus RedertPunkerwusch furs neue Jahr

 

 

 

In seinen Streetfotos zeigt Markus Redert die hohe Kunst des fotografischen Festhaltens eines besonderen Augenblicks. Die Street photography zeichnet sich dadurch aus, dass Situationen gezeigt werden, die so nicht wieder entstehen können. Streetfotos zeigen den einen, den authentischen und außergewöhnlichen Moment.

Im Gegensatz zu seinen ,Nachtzyklen‘ fokussiert Redert hier den Menschen und besonders sich selbst. Seine Motive, meist in Außenszenen oder -situationen agierend, sind jedoch nicht als Persönlichkeiten oder als private Personen zu betrachten.
Sie sind anonyme Figuren oder zeigen, wie in den Selbstporträts, dem Betrachter bekannte Situationen des Alltags.
Dabei wirken die Aufnahmen zufällig, und manchmal verwirrend lösen sich die Perspektiven von Subjekt und Objekt innerhalb der Szenen auf.

Im Gegensatz zu der dokumentarischen Fotografie lässt die Street photography dem Betrachter die Freiheit der persönlichen, subjektiven Interpretation.




 

 

 

 


 

 

Markus Redert in Verdun

2014 ,Spurensuche Schlachtfelder‘

Der 1. Weltkrieg ist im deutschen Bewusstsein weitgehend überdeckt durch die Auswirkungen der Nazidiktatur und des 2.Weltkrieges. Dabei wird verkannt, wie dramatisch dieser Krieg die weitere Entwicklung vor allem Europas aber auch vieler weiterer beteiligter Staaten im 20.Jahrhundert beeinflusst hat. Die Entwicklungen von Forschung und Technik in der Rüstungsindustrie führten zu einem bis zu diesem Zeitpunkt in der Weltgeschichte nicht gekannten Ausmaß an Zerstörung von Menschenleben und Infrastruktur. Mehr als 60 Millionen Soldaten aus 5 Kontinenten waren beteiligt und fast 10 Millionen starben. Und im Gegensatz zu dem gerechten Kampf gegen die aggressive Nazidiktatur gab es keine zwingende Notwendigkeit für den Ausbruch des 1.Weltkrieges, sondern die Gründe lagen in einem übersteigerten Nationalismus, einer verhängnisvollen Bündnispolitik und einer unfähigen Politiker- und Herrschergeneration der beteiligten Länder, die sich von den Militärs in diesen Konflikt hineintreiben ließ.


Markus Redert Spurensuche100 Jahre sind nun vergangen. Der Anlass mich auf die Spurensuche auf den ehemaligen Schlachtfeldern zu begeben. Ausgangspunkt ist die Umgebung von Verdun, in der der deutsche Vormarsch auf Paris gestoppt wurde. In der Schlacht um die Vorherrschaft fanden in zermürbenden Stellungskriegen hunderttausende Soldaten den Tod. Der ungeheure Einsatz von Artillerie, Minen, Bomben wurde zu einem Symbol für die Sinnlosigkeit dieses Krieges und hinterließ eine Mondlandschaft, in der Dörfer, Felder, Wälder komplett zerstört wurden und bis heute unübersehbare Narben im Landschaftsbild hinterlassen haben. Totes Gelände, nun wieder überwuchert und immer noch durch verrottende Blindgänger und Giftgas bedrohlich. Das künstliche Licht in der Nacht hebt die Veränderungen der Topographie durch Bomben- und Granatexplosionen und Schützengräben hervor. Die Dunkelheit erinnert daran, dass jeder Quadratmeter dieser Erde zum Grab junger Männer in einem sinnlosen Krieg wurde.
 
 
 
 

 

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Fotoexperimentelle Lichtmalerei

Als zeitgenössischer Fotokünstler experimentiert Redert mit Licht und spielt mit ihm. In seinen Serien Nachtlandschaften und Nachtpanoramen führt er das Licht in die Dunkelheit und wird zugleich von ihm geführt. Markus Rederts Themenbereiche sind so unterschiedlich wie seine angewandten Techniken. Es sind geplante Zufälligkeiten, die er mit den Mitteln der Doppelbelichtung, Bewegung, Verschwenkung und der Überlagerung perfekt in Szene setzt. Er wählt die Orte bei Tageslicht nach unterschiedlichen Kriterien aus, plant die Lichtsituation und die beabsichtigte Wirkung. Bei Durchführung nachts steht seine Kamera auf Dauerbelichtung, während er nach und nach bestimmte Partien des Bildes beleuchte, bis sie mit seiner geplanten Inszenierung übereinstimmt. Dieser Vorgang ist allerdings nicht ganz so einfach, wie es sich anhört, da Lichtmenge, Lichtdauer und Lichtführung genau abgemessen sein müssen. Markus Redert hat während der Durchführung keine Kontrolle, sondern muss sich auf sein Gedächtnis verlassen. Letztendlich sieht er erst nach Entwicklung und Abzug, inwieweit das Ergebnis seiner Vorstellung entspricht.
In der Serie Neon schmilzt das bunte Licht förmlich und fließt in organischen Formen über die ganze Bildfläche. Markus Redert bringt statisches Werbelicht durch seinen eigenen Körpereinsatz virtuos in rhythmische, tänzerische Schwingungen. Durch die Führung der Kamera mit offener Blende vermittelt er uns die US-amerikanischen Kunstlicht-Exzesse in den Entertainment-Centern der Mega-Cities, wie er sie empfindet. Schnell und bunt, laut und heiß.





NachtkustenTatort-Bühnen-Inszenierungen sind wie Augenzeugen seines konstruierten Scheinwerfereinsatzes in den Nachtlandschaften, die uns ängstigen und doch gleichzeitig erregend sind.Oder da sind die mystischen Avalon-Nebel an gespenstischen Nachtküsten. Und wie lichtgemalte Verwirrungen wirken da die Dschungel in der erleuchteten Dunkelheit

 

Die Vertikalen Nachtpanoramen, V K, wurden 2010 erstmals in der Galerie Krüger gezeigt. Als Künstler stellt er sich hier, ist gesellschafts- und wirtschaftspolitisch, ist kritisch, und wird selbst zu einem Zeitzeugen. Dokumentarisch verarbeitet er das Erlebnis, dass uns alle vor wenigen Jahren in ein neues Weltbild katapultiert hat, NineEleven. Ein gemeinschaftliches Projekt waren die Nachtporträts, die im Rahmen der Ehrenbreitsteiner Kunsttage 2010 von der Galerie und dem Künstler dort zum ersten Mal fotografiert und gezeigt wurden. Während der Kunsttage porträtierte Markus Redert in einer speziell für die Kunsttage erbauten Fotokabine Besucher in seiner ganz speziellen Technik, in der der Fotokünstler die Personen in der Stockdunklen Kabine mit Licht "bemalt"

 


www.markusredert.de

 

 

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